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Wenn Sie in Ihrem Unternehmen zu den langjährigen Führungskräften zählen, wissen Sie vermutlich, dass eine Ihrer wichtigsten Aufgaben darin besteht, andere Mitarbeiter zu inspirieren – und das schließt auch andere Führungskräfte ein.

Die Führung von Abteilungsleiter oder Direktoren unterscheidet sich stark von der Führung anderer Kollegen. Die folgenden Schritte helfen Ihnen dabei, andere Führungskräfte effizient zu leiten und ein gutes Vorbild für starke und teamorientierte Führung zu sein.

Erkennen Sie die veränderte Dynamik

Zunächst sollten Sie einen Teil der Kontrolle abgeben. Sie sind es möglicherweise gewohnt mit Mitarbeitern zusammenzuarbeiten, deren Aufgabe darin besteht, Möglichkeiten zur Umsetzung Ihrer Vision zu diskutieren. Bei der Führung anderer Führungskräfte verschiebt sich diese Dynamik leicht.

Andere Führungskräfte können nicht nur Ihre Ideen umsetzen, sondern sie bringen möglicherweise auch zahlreiche eigene Vorschläge ein. Sie müssen diese Ideen berücksichtigen und abwägen, ob Sie diese umsetzen oder die Umsetzung den anderen Führungskräften überlassen. Wenn Sie Vertrauen in die Ihnen unterstellten Führungskräfte haben, wird Ihnen dieser Punkt leichter fallen.

Vertrauen Sie Ihren Mitarbeitern

Ihnen ist selbstverständlich bewusst, dass Sie Ihr Team aus Führungskräften unterstützen müssen. Doch mit Ihrer langjährigen Führungsrolle gehen Sie möglicherweise davon aus, dass Sie alleine dafür verantwortlich sind, nachhaltige Erfolge zu erzielen.

Es ist wichtig, dass Sie sich auf die Kompetenzen Ihres Teams verlassen können, denn diese Führungskräfte haben sich Ihre Position durch ihren Einsatz für den Erfolg Ihres Unternehmens erarbeitet und entsprechende Strategien zu diesem Zweck entwickelt und umgesetzt. Begegnen Sie ihnen mit Vertrauen.

Schaffen Sie eine Kultur des Wissensaustausches

Weisen Sie die Führungskräfte darauf hin, dass für Sie ein vielseitiger Dialog und umfangreicher Ideen- und Wissensaustausch von grundlegender Bedeutung ist. Geben Sie Ihnen zu verstehen, dass Sie Ihre Ideen mit anderen teilen möchten und dass Sie offen dafür sind, von anderen zu lernen. Der wichtigste Punkt dabei ist, dass Sie aktiv mit gutem Beispiel vorangehen sollten.

John F. Kennedy sagte einst, dass „Führung und Lernen sich gegenseitig bedingen“. Beginnen Sie also damit, Ihren eigenen Wissensstand zu analysieren. Worüber wollen Sie mehr wissen und wer kann Ihnen dabei helfen? Durch Neugier haben Sie das erreicht, wo Sie heute sind. Warum sollten Sie jetzt damit aufhören? Man kann nie genug wissen und stets neue Fähigkeiten erlernen.

Fragen Sie Kollegen nach deren Fachkenntnissen und ob Ihnen diese weiterhelfen können. In den meisten Fällen werden sich diese sehr darüber freuen, Sie zu unterstützen. Eine Konsequenz daraus ist, dass sie Ihrem Beispiel folgen werden – für diesen Austausch sollten Sie vorbereitet sein. Sie müssen allerdings auch nicht darauf warten, angesprochen zu werden.

Bieten Sie eine Sitzung zum Wissensaustausch an, beispielsweise in Form eines Workshops zu Schlüsselkompetenzen, einer Präsentation oder eines Q&A-Forums. Fördern Sie eine teamorientierte Kultur des Wissensaustausches und stellen Sie einen offenen Dialog sicher. Zudem können Sie so die Potenziale Ihrer Mitarbeiter bestmöglich nutzen und diese gleichzeitig führen.

Loben und ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter loben und ermutigen, werden Sie einen größeren Respekt vor den Kompetenzen und Stärken der Ihnen unterstellten Führungspersonen entwickeln. Scheuen Sie sich nicht davor, Lob auszusprechen, ermutigen Sie Ihr Team und danken Sie ihnen für jede Erfahrung, die Sie durch sie dazu gewinnen. Eine solche positive Einstellung und Freundlichkeit überträgt sich leicht – und schnell entwickelt sich daraus eine wertvolle Dynamik, die den Wissensaustausch unterstützt.

Seien Sie offen und ehrlich

Wenn Sie die oben aufgeführten Tipps befolgen, werden sich schnell herausragende Ergebnisse abzeichnen, für die Sie Ihr Lob aussprechen können. Doch in manchen Situationen fällt Ihre Reaktion vielleicht etwas weniger positiv aus. Ihr Unternehmen wird unweigerlich vor Herausforderungen gestellt – beispielsweise Veränderungen im Markt oder drohende Entlassungen.

In solch schwierigen Zeiten sollten Sie dazu in der Lage sein, kritische und vertrauliche Gespräche mit Ihren direkten unterstellten Mitarbeitern zu führen. So etablieren Sie einen offenen Führungsstil, der anderen Führungskräften das Gefühl vermittelt, dass sie einen Beitrag leisten und für Rat oder Empfehlungen immer auf Sie zukommen können.

Letztendlich ist es bei der Führung von anderen Führungskräften also von essentieller Bedeutung, eine offene und vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und sich dafür einzusetzen, in schwierigeren Zeiten einen intensiven Dialog zwischen Ihnen und Ihren direkten unterstellten Mitarbeitern zu pflegen.

Die Ihnen unterstellten Führungskräfte sind einige der wichtigsten Zahnräder in Ihrer Unternehmensmaschine. Durch optimale Führungsleistungen eröffnet sich so ein immenses Potenzial an großartigen Ergebnissen. Sie müssen lediglich in die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter vertrauen, ihnen zuhören und ihre Ideen berücksichtigen. Dazu gehört es auch, eine gute Zusammenarbeit und den Ideenaustausch zu fördern und ein Umfeld von gegenseitiger Motivation und Transparenz zu schaffen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Führung von Führungskräften gemacht? Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen.

Über unseren Kollegen Christoph Niewerth

Christoph Niewerth begann im Jahr 1999 seine Karriere als Account Manager bei Ascena, nach erfolgreichem Studium als Diplom-Wirtschaftsingenieur.
christoph-niewerth-web-rgb Zunächst war er als Abteilungsleiter tätig, später als Bereichs- und Niederlassungsleiter und ab 2008 als Director für die Beschäftigungsform Contracting. Im Januar 2012 wurde Christoph Niewerth als Chief Operating Officer in den Vorstand berufen und verantwortet den Vertrieb in den Specialisms IT, Finance und Sales & Marketing in Deutschland, den Bereich Talent Solutions sowie unsere Landesgesellschaft in Dänemark.

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