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Neues Jahr, neue Recruiting-Strategien? Was sind die Themen, die insbesondere Personaldienstleister in diesem Jahr fokussieren?

LinkedIn veröffentlichte hierzu den „Global Staffing Trends 2017 Report“, der auf Basis einer Befragung von über 2.000 Personalverantwortlichen aus der Personalbeschaffung aus 35 Ländern entstand.

Die vier wichtigsten Schlussfolgerungen aus diesem Report möchte ich Ihnen heute zusammenfassen:

1. Personaldienstleistungsunternehmen erwarten Wachstum im Jahr 2017

Eine beeindruckende Mehrheit der befragten Unternehmen (68 %) erwartet in diesem Jahr ein Wachstum bei der Firmengröße. Personalvermittler sind insbesondere auf der Suche nach weiteren Recruitern (56 %), Sourcern (32 %) und Branding-Experten (28 %), die im Laufe des Jahres eingestellt werden sollen.

Lediglich zwei Prozent der Firmen rechnen mit einem Rückgang des Personalbestandes. Denn trotz konjunktureller Schwankungen setzen zahlreiche Unternehmen bei der Personalbedarfsplanung auf strategische Partnerschaften mit externen Dienstleistern.

2. Anstieg des Besetzungsvolumens

79 Prozent der Personalfirmen sehen parallel zum eigenen Firmenwachstum auch eine Zunahme bei der Platzierung (Placement) von Kandidaten im Jahr 2017. Die meisten Rekrutierungsunternehmen gaben bei der Befragung an, dass sie Kandidaten in ein bis zwei Monaten (rund 44 %) oder weniger (39 %) platzieren. Um diese Geschwindigkeit bei einem Besetzungsprozess weiterhin halten zu können, müssen Recruiter kreativ sein und herausfinden, wie bestimmte Arbeitsschritte automatisiert werden können, damit Kandidaten schneller platziert werden können.

Die Anfragen mit der höchsten Besetzungspriorität stammen aus den Bereichen IT, Engineering und Vertrieb. Die Kunden-Nachfragen nach diesen Talenten sind so weit verbreitet, dass Rekrutierungsunternehmen mittlerweile strategisch denken müssen, wie sie Fachkräfte aus diesen Bereichen finden und rekrutieren. Laut dem Global Job Seeker Trends Report ist die Rolle des Ingenieurs die am zweithärtesten zu besetzende auf der Welt.

Um den passenden Ingenieur für ein Vorhaben zu finden, sollten Sie sich im ersten Schritt auf regionaler Ebene umsehen. In welchen Regionen ist das Angebot an Ingenieuren höher als die Nachfrage? Eine weitere erfolgreiche Taktik ist, diese Kandidaten zielgerichtet mit qualitativ hochwertigem Content zu adressieren.

Wenn es dann dazu kommt, den Erfolg entsprechend zu messen, fokussieren sich Firmen primär auf Maßnahmen, die eine nachhaltige Wirkung auf das Business haben. Das ist der Grund, warum die Beziehungen zu den jeweiligen Kunden – insbesondere die Kundenbindung und Zufriedenheit – entscheidend für Personaldienstleister sind.

3. Der Mehrwert von Branding

Fast 50 Prozent des Budgets gehen aktuell an altbewährte Quellen wie Job Ads und Recruiting-Tools. Bei einem unbegrenzten Etat würden aber viele Personaler eher in Business Development- (49 %), Branding- (34 %) und bessere Sourcing-Tools (34 %) investieren.

Während die Mehrheit der Unternehmen für dieses Jahr eine Budgeterhöhung erwartet, müssen sie parallel dazu aber auch einen Anstieg der Placements sowie der Arbeitsbelastung verantworten. Um das auszugleichen und zeitgleich noch Restbudget in neue Features und Funktionalitäten investieren zu können, müssen Firmen Initiativen und Tools genau überprüfen. Zudem werden dem Team neue Maßstäbe gesetzt, die eine Automatisierung von zeitraubenden Aufgaben erlauben.

Mit rund 58 Prozent ist der Wettbewerb um qualifizierte Talente die Top-Challenge der Personalvermittlungsbranche. Einer der effizientesten Wege, sich von den Mitbewerbern zu differenzieren, ist eine starke Firmenmarke, die auf einer effektiven und klaren Message basiert.

Während limitierte Budgets (30 %) Investitionen in Branding-Aktivitäten erschweren, lohnt es sich, dies als eine wesentliche Chance für Wachstum im Jahr 2017 zu betrachten. Stolze 82 Prozent der führenden Personalvermittler stimmen zu, dass das Investieren in die eigene Firmenmarke definitiv neues Business generieren wird.

4. Blick in die Zukunft: Personalbesetzung im Jahr 2020

Auch wenn die Budgets der Belegschaft wachsen, stehen die Kundenwünsche und das erwartete Besetzungsvolumen diesen gegenüber. Mit diesen Anforderungen im Hinterkopf ergibt es Sinn, dass die Automatisierung von Screening- und Einstellungsprozessen in der Personalvermittlungsbranche höchste Priorität hat.

Denn die Automatisierung von Arbeitsprozessen ermöglicht Geschwindigkeit und zugleich eine Reduzierung von menschlichen Befangenheiten. Dies wiederum knüpft hervorragend an die Ziele vieler Firmen an, die in Diversity und Big Data-Initiativen investieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern.

Die Nutzung von Social Professional Networks zur Generierung neuer Geschäfte sowie zur Kandidatenrekrutierung steht an der Spitze der Wunschliste der Recruiter. Um die Kundenbindung weiterhin zu stärken, benötigen Personalfirmen einen skalierbaren Prozess, um qualitativ hochwertige Talente zu finden.

Deshalb suchen 65 Prozent aller Personalvermittler in sozialen Netzwerken nach geeigneten Kandidaten und knüpfen so ihre Kontakte. Die weiteren Quellen sind Jobboards (Platz zwei mit 58 %) und interne Mitarbeiter-Datenbanken (51 %).

Ich freue mich auf einen Meinungsaustausch mit Ihnen über die Trends.

Eine beeindruckende Mehrheit der befragten Unternehmen (68 %) erwartet in diesem Jahr ein Wachstum bei der Firmengröße. Personalvermittler sind insbesondere auf der Suche nach weiteren Recruitern (56 %), Sourcern (32 %) und Branding-Experten (28 %), die im Laufe des Jahres eingestellt werden sollen.

Lediglich zwei Prozent der Firmen rechnen mit einem Rückgang des Personalbestandes. Denn trotz konjunktureller Schwankungen setzen zahlreiche Unternehmen bei der Personalbedarfsplanung auf strategische Partnerschaften mit externen Dienstleistern.

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