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Sowohl die Suche nach geeigneten Jobs als auch die Bewerbungsprozesse selbst haben sich in den letzten Jahren grundlegend geändert – und das in einem beeindruckenden Tempo. Immer mehr Bewerber nutzen Suchmaschinen, Jobportale und Onlineportale von Stellenvermittlern sowie Social Media-Plattformen, um sich nach neuen beruflichen Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt umzuschauen. Lesen Sie hier, wie sich die Jobsuche noch weiter verändern wird.

Die stetige Entwicklung neuer Tools und Technologien werden ausschlaggebend dafür sein, wie Bewerber in Zukunft nach Jobs suchen werden, um die perfekte Stelle ausfindig zu machen.

Jobsuche: Ein perfekter Onlineauftritt wird immer wichtiger

Es ist nichts Neues, dass ein aussagekräftiger und professioneller Onlineauftritt sowohl bei der Jobsuche als auch während der gesamten beruflichen Laufbahn ein wichtiges Sprungbrett darstellen kann. Doch mit dem sich in naher Zukunft anbahnenden neuen Rekrutierungsmodell wird der persönliche Onlineauftritt wichtiger als je zuvor.

Personalverantwortliche setzen zunehmend mehr Datenanalysetools ein, um ihre Talentsuche noch stärker zu differenzieren. Auf diese Weise können sie die passendsten aktiven und passiven Bewerber ausloten. Für Kandidaten gilt also: Wenn Sie Ihr Social Media-Profil also stets auf dem neuesten Stand halten, erhöhen Sie so die Chance, dass ein Personalverantwortlicher Kontakt zu Ihnen aufnimmt.

Dabei reicht es nicht, Ihr Onlineprofil lediglich um die Schlüsselwörter zu ergänzen, auf die in Stellenbeschreibungen und Jobangeboten Bezug genommen wird (auch wenn dies natürlich wichtig ist). Vielmehr müssen Sie Tools wie XING und LinkedIn richtig einsetzen, um sich ein Netzwerk aufzubauen und Ihre fachlichen Qualifikationen im besten Licht zu präsentieren.

Die Newsfeeds auf LinkedIn bieten beispielsweise wichtige aktuelle, fachspezifische und erstklassige Inhalte. Ein guter Anfang zum Aufbau eines Netzwerks wäre zum Beispiel, den jeweiligen Influencern auf LinkedIn zu folgen, die solche Inhalte veröffentlichen. Noch besser ist es, wenn Sie diese Inhalte dann noch kommentieren, liken oder teilen. Ein aktives Social Media-Verhalten, das Ihre fachlichen Qualifikationen und Interessen widerspiegelt, bietet einen guten Ausgangspunkt für Personalverantwortliche, mit Ihnen in Kontakt zu treten.

Erhalten Sie regelmäßig Stellenangebote

Das Thema Smart oder Predictive Analytics ist in diesem Zusammenhang ebenfalls wichtig. Nicht selten kommt es vor, dass Sie sich auf Ihrem iPad ein Video auf YouTube ansehen und Ihnen dann eine Anzeige für einen Job eingeblendet wird, die Sie am Tag zuvor auf Ihrem Smartphone geöffnet hatten. Die zielgerichtete und plattformübergreifende Schaltung von Anzeigen ist ein Zeichen dafür, dass die Datenanalytik zunehmend ausgefeilter wird. Angesichts dieser Entwicklung ist es dann auch keine Überraschung mehr, wenn Sie nach langer Suche in Stellenportalen direkt von einem Personalverantwortlichen mit einem passenden Stellenangebot angesprochen werden.

Aus diesem Grund sollten Sie eine aktuelle Version Ihrer Bewerbungsunterlagen auf all Ihren Geräten oder in der Cloud speichern, um bei Bedarf jederzeit und von überall aus auf solche Anfragen reagieren zu können. Damit Ihnen kein Angebot entgeht, sollten Sie also stets auf alle Eventualitäten vorbereitet sein.

Technologien bei der Jobsuche

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Technologien werden im Bewerbungsprozess zunehmend wichtiger

Bewerber verwendeten bspw. seit letztem Jahr zunehmend neue Technologien, um ihre Fähigkeiten und Kompetenzen bestmöglich in Szene zu setzen. Mit Augmented Reality lassen sich beispielsweise Bewerbungen zum Leben erwecken und virtuelle Rundgänge durch das eigene Portfolio bieten Arbeitgebern einen umfassenden Eindruck über die Kompetenzen des Bewerbers. Sicherlich verfügt nicht jeder über das technische Know-how, um seine Bewerbungen in ein ähnliches Format zu bringen. Dennoch sollte jeder Bewerber über ein gewisses Maß an digitalen Kompetenzen verfügen, sei es in Form eines Onlineportfolios oder einer Bewerbung im Videoformat.

Auch Werbeanzeigen in Sprachaktivierungstools wie Amazon Alexa oder Google Home werden in Zukunft immer wichtiger werden. Sprachaktivierungstools halten zunehmend Einzug in unseren Alltag. Somit ist es nur eine Frage der Zeit, wann sich diese Technologie auch in unserem Berufsleben durchsetzen wird. Stellen Sie sich also schon mal darauf ein, dass Sie sich in nicht allzu ferner Zukunft womöglich mithilfe von Sprachaktivierungstools auf eine Stelle bewerben.

Persönliche Beziehungen weiterhin von größter Bedeutung

Ungeachtet des technologischen Fortschritts bleiben zwischenmenschliche Interaktionen nach wie vor wichtig, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis zwischen dem Bewerber und dem Personalverantwortlichen. Auch wenn Datenanalysetools und KI-Technologien zum Einsatz kommen, um Bewerber ausfindig zu machen und Kompetenzen abzufragen, besteht die wichtigste Fähigkeit des Personalverantwortlichen nach wie vor darin, eine persönliche Beziehung zum Bewerber aufzubauen und sich einen besseren Eindruck von den persönlichen sowie beruflichen Fähigkeiten zu verschaffen. Nur so kann eingeschätzt werden, für welche Position der Bewerber am besten geeignet ist.

Seien Sie offen dafür, eine solche persönliche Beziehung aufzubauen. Nehmen Sie telefonisch oder per E-Mail Kontakt zum Personalverantwortlichen auf, stellen Sie sich persönlich vor und pflegen Sie diesen Kontakt auch weiterhin. Selbst wenn Ihnen aktuell keine passende Stelle angeboten wird.

Recruitingverfahren werden in Zukunft zunehmend von schnelllebigen und noch nie dagewesenen technologischen Neuerungen geprägt sein. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht werden diese neuen Technologien dazu beitragen, die Bedeutung von zwischenmenschlichen Interaktionen im Bewerbungsprozess weiter zu festigen. Wenn Sie also gerade auf der Suche nach einer neuen beruflichen Perspektive sind, sollten Sie sich unbedingt mit diesen neuen Entwicklungen vertraut machen. Dann wird Ihre Jobsuche sicherlich von Erfolg gekrönt sein.

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