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Der Fachkräftemarkt ist mächtig in Bewegung. Nicht zuletzt, weil die Nachfrage nach klar umrissenen Berufsbildern immer mehr der Vergangenheit anzugehören scheint und weiterführende Kompetenzen regelrecht miteinander verschmelzen.

Am deutlichsten zeigen sich diese Entwicklungen laut unseren Experten in den Bereichen Engineering und IT, aber auch im gesamten produzierenden Gewerbe ist dieser schleichende Skill-Wandel zu beobachten.

Kompetenzen: Digitalexperten auf dem Vormarsch

Zunächst zu den viel zitierten Digitalexperten: Sie werden beispielsweise verstärkt im Automobilsektor (autonomes Fahren), im Maschinenbau (Industrie 4.0 und Robotik) und im Bereich Softwareentwicklung (Cloud, Big Data, künstliche Intelligenz) nachgefragt.

Da viele Unternehmen mit diesen Themen komplettes Neuland betreten, heuern sie für ihre neuen Projekte gern externe Experten an, um sich auf dem Gebiet erst einmal schlauzumachen. Allerdings kommt es bei dieser eingekauften Digitalexpertise häufig gar nicht so sehr darauf an, dass die fachliche Qualifikation stimmt, vielmehr müssen die Digitalgurus in der Lage sein, über den Tellerrand zu blicken und Silos abzubauen.

Projektarbeit: deutliche Zunahme im digitalen Wandel

Das spielt sich so in vielen Bereichen bereits ab. Technische und fachliche Experten, beispielsweise aus den Bereichen Sales oder Marketing, arbeiten intensiv zusammen, um neue Prozesse oder Produkte zu entwickeln. Kompetenzen aus beiden Disziplinen laufen immer stärker in einem Aufgabenbereich zusammen.

Diesen meist interdisziplinären Teams wird die digitale Zukunft gehören, denn aus ihrer gemeinsamen Arbeit erwachsen ganz neue Problemlösungs- und Entwicklungskompetenzen.

Aber auch branchenfremde Spezialisten haben hier eine reelle Chance, diesen Wandel aktiv mitzugestalten. Denn kaum jemand hätte noch vor einigen Jahren daran geglaubt, dass etwa Neurologen von Fahrzeugherstellern angefragt werden, um deren Fahrerassistenzsysteme mit zu entwickeln.

Kompetenzen

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Tradition ade: die Evolution klassischer Rollenbilder und Produkte

Vor allem den traditionellen Berufsbildern geht es langsam an den Kragen. So wandeln sich Automatisierungstechniker oder Konstrukteure im Zuge neuer digitaler Anforderungen zu Schnittstellenmanagern. Hier wird es in Zukunft nicht mehr ausschließlich auf das Wissen rund um die Hardwarekompetenzen ankommen. Vielmehr sollten die Kandidaten das Know-how dazu mitbringen, wie sich diese Hardwarekompetenzen im Zusammenspiel mit anderen Maschinen und Systemen verhalten und wo es um Schnittstellenintegration geht. Zudem setzt sich das Wissen über mobile Übertragungswege und lernfähige Systeme immer stärker durch.

Das lässt sich aktuell besonders im Bereich Smart Home sehr schön beobachten. Denn wenn der Kühlschrank nicht mehr nur Kälte „produziert“, sondern zudem auch mit dem Besitzer zum Bedarf „kommuniziert“, veranschaulicht das, wohin die Reise in puncto Aneignung neuer Qualifikationen geht.

Erfolg im digitalen Wandel? Durch Weiterbildung!

Generell gilt: Wer hier kontinuierlich seine Skills erweitert und auch mit der zentralen IT zusammenarbeitet, entwickelt ein gutes Grundverständnis für die künftigen Herausforderungen bei der Vernetzung von Maschinen und Geräten.

Was das produzierende Gewerbe anbelangt, so ist in letzter Zeit vor allem der Aspekt IT-Sicherheit in den Vordergrund gerückt. Denn wenn plötzlich Feuermelder und Kaffeemaschinen zu Bestandteilen von Unternehmensnetzwerken werden und alles mit allem vernetzt ist, haben potenzielle Hacker ein leichtes Spiel. Genau aus diesem Grund will dieser Industriezweig auf IT-Expertise setzen. Dabei spielt die schnelle Verfügbarkeit der richtigen Kandidaten eine entscheidende Rolle und externe Spezialisten werden einmal mehr relevant.

Wer diese Entwicklung schon am eigenen Leib mitbekommt und sich entsprechend in den beschriebenen Bereichen weiterbilden möchte, muss sich zunächst darüber klar werden, ob er sich weiter innerhalb einer Technologie spezialisieren möchte oder ob ihm eher nach einer generalistischen Weiterbildung ist. Welchen Weg die Person auch wählt, die neuen Digitalinitiativen benötigen beide Kompetenzbereiche dringender denn je.

Weitere Informationen zu den Kompetenzen im digitalen Wandel erhalten Sie hier.

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