Innovation und Kreativität gelten als Kernkompetenzen für den Erfolg von Fachkräften und Unternehmen. Doch kann man diese Kompetenzen erlernen?

Immer wieder hören wir von bahnbrechenden Innovationen, die in zukunftsgerichteten Einrichtungen erfunden werden.

Auch wenn es sich nicht immer so anfühlen mag, hat doch jeder die Chance, den eigenen Arbeitsalltag etwas schöpferischer und innovativer zu gestalten. Dazu zählen zum Beispiel neue Methoden, um effizienter zu arbeiten, die eigene Kreativität anzukurbeln und die eigene Produktivität zu steigern.

Denn während künstliche Intelligenz (KI) zunehmend manuelle Routineaufgaben übernimmt, steht die Automatisierung von Kreativität noch in den Sternen.

So steigern Sie Ihre Kreativität und Innovationskraft auf der Arbeit

Ihre Kreativität und Innovationskraft auszubauen, ist mitunter leichter gesagt als getan – aber dennoch nicht unmöglich. Viele von uns verbringen so viel Zeit mit Analysen und kritischen Bewertungen, dass es oftmals schwerfällt, Gedanken aus neuen Perspektiven zu betrachten.      Und nicht selten werden neue Ideen bereits abgetan, bevor sie überhaupt richtig Gehör gefunden haben.

Eine wirklich hilfreiche Herangehensweise zur Entwicklung neuer Ideen formulierte Robert Dilts, Experte im Bereich der neurolinguistischen Programmierung. Sein Ansatz beruhte auf der Methode, nach der Walt Disney Kreativteams zur Entwicklung ihrer Ideen animierte. Daraus ergeben sich drei Rollen, die für die Entwicklung von Innovationen maßgeblich sind.

  1. Der Träumer – beim Träumer handelt es sich um eine verspielte Rolle. Voller Neugier erkundet die Person Probleme und Schwierigkeiten nur mit einem weißen Blatt Papier und überlegt sich Lösungsmöglichkeiten völlig ohne Wertung.

  2. Der Realist – der Realist vertritt einen praxisorientierteren Standpunkt und überlegt, wie die neuen Ideen weiterentwickelt und in etwas umgesetzt werden können, das Mehrwert schafft.

  3. Der Kritiker – der Kritiker ist schließlich für die Analyse zuständig. Er beleuchtet den Vorschlag kritisch, fragt nach den Gründen und hilft dabei, die Gedanken auszuformulieren und zu präzisieren.

Vermutlich fällt es den meisten von uns leicht, realistisch oder kritisch zu sein. Ergo lernen wir daraus, dass wir für unseren Erfolg im Träumen besser werden sollten. Wir müssen also Ideen sprießen lassen, bevor wir sie der Vernunft und Kritik aussetzen.

 

Anbei ein paar Gedanken, wie das Träumen besser gelingt.

  • Gönnen Sie sich etwas Freiraum. Die meisten Menschen haben ihre besten Einfälle, wenn sie etwas völlig anderes tun. Denn genau in diesen Phasen hat unser Gehirn den Freiraum dafür, neue Ideen zu entwickeln.

  • Zeit zum Denken ist eine Notwendigkeit, kein Luxus. Wer kennt ihn nicht, den immer schwer beschäftigten Kollegen? Durch Geschäftigkeit zeigt man heute voller Stolz, dass man wichtig, unentbehrlich und verlässlich ist. Folglich messen wir unserer Zeit des Handelns einen hohen Wert bei und bewerten unsere Zeit des Denkens zu gering. Eine absolut verdrehte Sichtweise. Wie Bill Gates einst erklärte, müssen wir die Zeit, die wir zum Denken haben, wirklich schätzen und als wesentlichen Teil unseres Arbeitsalltags betrachten – statt den Denkprozess immer um einen weiteren Tag aufzuschieben.

  • Seien Sie neugierig und verspielt. Unsere Fähigkeit zur Innovation ist am ausgeprägtesten, wenn wir uns selbst dazu ermutigen, verspielt und experimentierfreudig zu sein. Denken Sie beispielsweise an all die Gamification-Ansätze, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. „Was, wenn ich mehr Zeit und unbegrenzte Ressourcen hätte, was, wenn ich heute eine Lösung finden müsste?“ Alternativ können Sie überlegen, wo diese Art von Problem schon einmal aufgetreten ist und gelöst wurde, und diese Lösung auf kreative Art und Weise „mopsen“. Im Internet finden sich unzählige Anregungen – einer meiner Favoriten ist ein etwas älteres Buch mit dem Titel „Sticky Wisdom“. Es enthält zahllose großartige Geschichten und Methoden zum Thema Problemlösung.

  • Schaffen Sie ein positives Umfeld. Stress oder ein Gefühl der Eingeschränktheit hemmen beide unweigerlich Ihren Denkprozess und Ihre Innovationskraft. Deshalb müssen wir ein positives, sicheres Arbeitsumfeld schaffen.

 

 

Wenn Sie mit anderen an einer neuen Idee oder Verbesserung arbeiten, nehmen Sie sich zunächst etwas Zeit für Small Talk oder ein Warm-up – dann entstehen die Ideen leichter.

Angesichts des fortschreitenden Wandels der Arbeitswelt, bei dem sich sowohl unsere Arbeitsstellen als auch unsere Arbeitsweisen verändern, sind unsere mentalen Kompetenzen so wichtig wie nie zuvor.

Wenn Sie also neue Vorgehensweisen entwickeln und kreativer denken wollen, dann schaffen Sie sich entsprechend Zeit und Raum.

Geben Sie der Zeit, die Sie zum Denken nutzen, größeres Gewicht und vergessen Sie bei all dem den Spaß nicht! Schon bald werden Sie merken, wie Ihre kreativen Gedanken und innovativen Ideen zu fließen beginnen – und das kommt sowohl Ihnen als auch Ihrem Unternehmen zugute.

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