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Proaktive Mitarbeiter ergreifen die Initiative und finden immer neue Wege, um sowohl ihrer Position gerecht zu werden als auch die Anforderungen des Unternehmens zu erfüllen. Sie sind außerdem in der Lage, eine Situation vorherzusehen, sich aktiv einzubringen, die Kontrolle zu ergreifen und sich nicht von der Situation übermannen zu lassen. Das macht sie zu wertvollen Mitarbeitern in jedem Unternehmen.

Wahrscheinlich haben sich Ihre Mitarbeiter bereits kurz nach ihrer Einstellung sehr proaktiv gezeigt, indem sie Branchenveröffentlichungen durchgegangen sind, die neuesten Trends ermittelt und die Konkurrenz bewertet haben. Sie haben sich sicherlich schon im Voraus Gedanken gemacht, Pläne erstellt und sich kurzfristige Ziele für die ersten Monate in ihrem Job gesetzt.

Im Laufe der Zeit ist Ihnen jedoch aufgefallen, dass dieser anfängliche Tatendrang und der Enthusiasmus aus irgendeinem Grund zurückgegangen sind. Die gute Nachricht ist, dass Sie diese Hürde überwinden und einen proaktiven sowie innovativen Teamgeist wieder aufleben lassen können.

1. Ermöglichen Sie mehr Autonomie

Helfen Sie Ihren Mitarbeitern dabei, ihre Arbeitslast umzuverteilen, damit sie mehr Zeit haben, proaktiv zu handeln. Wenn Sie Ihre Mitarbeiter nicht ausreichend unterstützen, fühlen sie sich verloren. Greifen Sie jedoch zu stark ein, fühlen sie sich eingeengt und bevormundet. Deshalb müssen Sie ihnen mehrere Aufgaben und Ziele vorgeben und es ihnen selbst überlassen, diese auszuführen und zu erreichen. Geben Sie ihnen das Gefühl, eigenverantwortlich zu handeln. Seien Sie gleichzeitig jedoch für Ihre Mitarbeiter da, wenn sie Ihre Meinung oder einen Rat benötigen.

Meiner Meinung nach tickt jeder Mensch anders, deshalb ist es nicht immer gut, allen Mitarbeitern die gleichen Arbeitsanweisungen zu geben. Wenn die Mitarbeiter die Freiheit bekommen, ihre Zeit selbst einzuteilen, werden sie sich persönlich für die Einhaltung von Fristen verantwortlich fühlen. Zudem werden sie wahrscheinlich neue und innovative Wege finden, um ihre Aufgaben zu erledigen.

Wenn Mitarbeiter ihre Arbeit selbst verwalten können, werden sie dadurch angespornt, effizienter zu arbeiten. Gleichzeitig bekommen sie das Gefühl, mehr Zeit zu haben, und setzen die nachfolgenden Aspekte noch gewissenhafter um.

2. Fördern Sie regelmäßige Schulungen

Ihre Teammitglieder haben vielleicht die Zeit, um proaktiv zu sein und neue Wege zu finden, die sowohl die Anforderungen an ihre Position als auch an das Unternehmen erfüllen. Doch verfügen sie ebenfalls über das nötige Wissen und die erforderlichen Einblicke, um dies zu tun? Um das sicherzustellen, sollten Sie aktives Lernen fördern. Lassen Sie Ihr Team wissen, dass Weiterbildung für Sie wichtig ist.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Neueste Erkenntnisse aus Branchenveröffentlichungen, Webinare, Wissensaustausch etc. helfen Ihnen dabei, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Teilen Sie dieses Wissen mit Ihren Mitarbeitern und leiten Sie sinnvolle Schulungsmaterialien an sie weiter. Nennen Sie die Mitarbeiter, die Ihrem Beispiel folgen, beim Namen, damit auch andere Mitarbeiter dies tun.

3. Fördern Sie innovative Denkweisen

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Sie bei der Planung nicht nur die Szenarien berücksichtigen, die Sie erwarten oder die optimal wären, sondern auch alle aktuellen und künftigen Szenarien einplanen. Das gibt Mitarbeitern die Möglichkeit, Situationen vorherzusehen und richtig damit umzugehen.

Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern diesen Ansatz, indem Sie sich selbst daran halten. Ein Beispiel: Wenn Sie mit einem Mitarbeiter gemeinsam eine Veranstaltung planen, sollten Sie alle potenziellen Hürden bezüglich der Teilnehmerzahl berücksichtigen, die bereits jetzt bestehen oder die sich im Laufe der Planung ergeben könnten. Solche Hürden können Konkurrenzveranstaltungen umfassen, die zu einem ähnlichen Zeitpunkt stattfinden.

Damit solche innovativen Planungsschritte stattfinden können, müssen Sie auch die Herausforderungen oder die potenziellen Probleme für Ihr Unternehmen kommunizieren. Nehmen wir noch einmal das oben genannte Beispiel. Wenn Sie bereits wissen, dass der Marketingabteilung zum Zeitpunkt der Veranstaltung das Budget gekürzt wird, sollten Sie dies Ihrem Mitarbeiter mitteilen, damit er das bei der Planung berücksichtigen kann.

4. Schaffen Sie eine Kultur des Wissensaustausches

Egal wie gut sich manche Ihrer Teammitglieder mit den neuesten News, Themen und Trends auskennen, dieses Wissen nützt Ihrem Unternehmen nichts, wenn dem restlichen Team diese Informationen fehlen. Um von diesem Wissen zu profitieren, können Sie einmal pro Woche persönliche Gespräche und Teammeetings einberufen, bei denen die einzelnen Mitarbeiter ihre Ideen und Einblicke mitteilen. Wenn beispielsweise mein Team Veranstaltungen oder Seminare besucht, werden anschließend die Notizen weitergegeben oder in einem Teammeeting besprochen. Das ist eine gute Möglichkeit, Wissensaustausch in die Arbeitsprozesse zu integrieren.

Sie könnten auch einmal im Monat Brainstorming-Meetings organisieren. Wenn eine Herausforderung im Unternehmen gemeistert werden muss, berufen Sie ein Teammeeting ein und arbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern eine Lösung aus. Sagen Sie ihnen ganz deutlich, was das Ziel des Meetings ist, z. B. neue Ideen zum Inhalt einer anstehenden Unternehmensveröffentlichung zum Thema X zu finden. Wird Wissensaustausch in Ihrem Team gepflegt, hilft dies Ihren Mitarbeitern dabei, offen für die Verbesserungen in Ihrem Unternehmen und dynamisch zu bleiben und Ideen proaktiv voranzutreiben.

Es ist also nicht zu spät, eine proaktive und verantwortungsvolle Denkweise in Ihrem Team zu etablieren. Sie müssen Ihren Mitarbeitern einfach den Freiraum lassen, ihren Arbeitsaufwand eigenverantwortlich zu verwalten. Dadurch werden Mitarbeiter angespornt, effizienter zu arbeiten, und haben letztendlich mehr Zeit, um sich weiterzubilden. Außerdem kann das neue Wissen zur Entwicklung neuer Ideen, Strategien und Lösungen für Ihr Unternehmen eingesetzt werden.

Über unseren Kollegen Christoph Niewerth

Christoph Niewerth begann im Jahr 1999 seine Karriere als Account Manager bei Ascena, nach erfolgreichem Studium als Diplom-Wirtschaftsingenieur.
christoph-niewerth-web-rgb Zunächst war er als Abteilungsleiter tätig, später als Bereichs- und Niederlassungsleiter und ab 2008 als Director für die Beschäftigungsform Contracting. Im Januar 2012 wurde Christoph Niewerth als Chief Operating Officer in den Vorstand berufen und verantwortet den Vertrieb in den Specialisms IT, Finance und Sales & Marketing in Deutschland, unsere Landesgesellschaften in Dänemark, Schweden und Russland, den Bereich Talent Solutions, den Bereich Public Affairs sowie die strategische Kundenentwicklung.

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