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Neulich beim Chef: Während unseres wöchentlichen Meetings stand wieder die Überprüfung unserer Social Analytics im Vordergrund. Ich weiß nicht, wie es Ihnen bei Ihren Auswertungen ergeht – ich stand vor zwei Jahren zu Beginn meiner Laufbahn als Community-Managerin immer kurz vor der Schnappatmung, da es mir vor den ganzen Analytics graute. Followers, Retweets, Mentions, Interaktionen, Reichweite und, und, und – da wusste man gar nicht, womit man anfangen soll.

Mittlerweile bin ich dank einem gut strukturierten Monitoring und Tracking unserer Aktivitäten recht entspannt und kann per Knopfdruck Zahlen, Daten und Fakten problemlos liefern, sodass ich (ganz ohne Atemübungen ;-) ) zeitsparend transparente Auswertungen vornehmen kann.

Gerade die nachhaltige Messung des Erfolges ist meiner Meinung nach ein Thema, welches oftmals zu kurz in Artikeln erläutert wird, insbesondere dann, wenn es um Community- und Social-Media-Management geht. Wie man speziell im Social Web die Erfolge misst, das Tracking auswertet und was generell die Herausforderungen bei Social Analytics sind, darüber wird eher weniger gesprochen. Daher ist dies Anlass meines heutigen Blogposts.

Social Analytics – Erfolge messen

Die Nutzung der Social-Media-Kanäle kann nicht nur die Bekanntheit und die damit verbundene Reichweite eines Unternehmens steigern, sondern auch die Umsätze verbessern – was primär auch das Ziel bzw. den Sinn und Zweck des Ganzen darstellt. Laut der aktuellen Social Media Recruiting Studie 2015 nutzen 43 Prozent der befragten Unternehmen die verschiedenen Plattformen zwecks Employer Branding, 46 Prozent für die Direktansprache (Active Sourcing) und rund 45 Prozent für die Verbreitung von Stellenanzeigen.

Eine große Herausforderung dabei besteht immer noch darin, Sinn und Nutzen der Bemühungen in sozialen Netzwerken nachzuweisen. Insbesondere das Recruiting mittels Social Networks stellt neue Anforderungen an die Erfolgsmessung. Hier stellt man sich oftmals die Frage, mit welchen Kennzahlen sich der Erfolg im Web 2.0 monetär messen lässt. Beispielsweise gibt es aktuell immer noch keinen allgemeingültigen Return on Investment (ROI), sodass Unternehmen darauf angewiesen sind, eine für sie individuell gestaltete ROI-Formel zu kreieren. Zusätzlich schaffen unternehmensspezifische Erfolgsmessungen in Form von definierten KPIs und Zielstrukturen mehr Klarheit. Hier gilt: Nur wer seine Ziele definiert, kann sie letztendlich auch messen!

Auch wir erstellen regelmäßige Reports und überprüfen, welchen Einfluss unsere Social-Media-Aktivitäten auf unseren ROI haben. Wichtig bei der Definition von solchen Indikatoren ist vor allem eine entsprechende Zielstruktur, die eine Bewertung verschiedener Bereiche ermöglicht und auch vergleichbare Werte für die Performance individueller Social-Recruiting- und Social-Media-Aktivitäten liefert.

Beispiel: Auch wir nutzen auf XING, LinkedIn und Co. entsprechende Profi-Zugänge für die Rekrutierung. Gerade hier müssen wir eine ökonomisch sinnvolle Nutzung sicherstellen, durch die wir mit selbst entwickelten Kennzahlen eine signifikante Steigerung unseres ROI erhalten.

Social Media Monitoring

Das Monitoring und Tracking ist eine umfangreiche Aufgabe und kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Grundlegend sollte man vorab definieren, welche Ziele man mit Social Media erreichen will und für welche Ziele und Einsatzbereiche sich welche Plattformen überhaupt eignen.

Bei der Wahl eines Monitoring Tools für die Analyse gilt das gleiche Prinzip: Was möchte man wie umfangreich auswerten und welches Werkzeug passt hierfür am besten? Hier hat man die Qual der Wahl und muss sich erst einmal einen Überblick verschaffen. Von kostenfreien Anbietern bis hin zum kostenpflichtigen Professional-Paket – alles ist möglich. Zum leichten Einstieg bieten sich zum Beispiel Google Alerts und die hauseigenen Analytics von Twitter, Facebook und Co. an. Zusätzlich sollte jedes Unternehmen die internen KPIs und Zielstrukturen mit einbinden, um einen 360°-Blickwinkel zu erhalten. Je größer die Social-Media-Aktivitäten des Unternehmens werden, desto mehr empfiehlt es sich, auf eine komplette Software umzusteigen.

Welche Tools nutzen Sie für die Auswertung Ihrer Social Analytics, insbesondere für das Monitoring? Ich freue mich auf Ihre Kommentare und Anregungen hierzu.

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