Das Recruiting hat in den letzten Jahren in Unternehmen, nicht zuletzt wegen des Fachkräftemangels, zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Abseits der technologischen Hürden sind vielen Personalbedarfsträgern weitere Herausforderungen der Personalbeschaffung gänzlich unbekannt, wie beispielsweise:

  • Talente mit gefragten Qualifikationen und Fähigkeiten finden – Definition einer Recruitingstrategie
  • Aufbau einer attraktiven Arbeitgebermarke sowie
  • mit potenziellen Kandidaten in Kontakt bleiben und eine Talent-Pipeline aufbauen.

Erfolgreiches Recruiting: Kandidaten finden und binden

Aufgrund zunehmender Digitalisierung und Buzzwords wie bspw. KI, die auch bei den Recruitingtools Einzug halten und auf allen Kanälen werblich eingesetzt werden, insbesondere auf Social Media, entsteht oftmals ein falsches Bild der Realität.

Denn so gewinnt mancher Laie den Eindruck, man müsse entsprechende Systeme nur mit den richtigen Parametern füttern und der Algorithmus spült die erstklassigen Kandidaten nur so aus dem System, wie ein Brunnen das Wasser.

Sicherlich bringt die fortschreitende Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Machine Learning im Recruiting viele Fortschritte. Beim Identifizieren und Finden geeigneter Kandidaten beispielsweise. Beim mühsamen Durchwühlen des Internets mit all seinen Datenquellen.

 

Das Rollenbild und die Aufgaben des Personalers werden sich damit auch verändern, wenngleich dieser nicht zum Data Scientist mutieren soll.

Insbesondere bei Qualifikationen, denen der Markt ein überproportionales Angebot an Jobs bietet, ist das Finden erst der Anfang der Candidate Journey.

Denn ist der ideale Kandidat gefunden, muss er überzeugt werden! Es müssen Emotionen transportiert und eine Geschichte erzählt werden!

Empathie ist der entscheidende Faktor

Die sogenannte Candidate Attraction kann meiner Meinung nach nicht von einer Maschine übernommen werden. Hier sind menschliche Instinkte wie Empathie und Begeisterungsfähigkeit gefragt.

In den USA führen teilweise bereits Computer Bewerbungsgespräche. Die Kandidaten sitzen vor ihrer Webcam und eine Software analysiert soziale Faktoren wie Mimik und Stimme sowie die Aussagen der Kandidaten. Dies führt teilweise zu zweifelhaften Interpretationen und in den Foren ergießen sich frustrierte Bewerber über diese Vorgehensweise, da sie sich nicht ernst genommen fühlen.

Mir stellt sich die Frage: Ist das die Welt, die wir uns wünschen? Ich denke, nein.

Die Ressource der qualifizierten Arbeitskraft wird immer seltener und wir maßen uns an, diese Spezies mit derartigen Methoden durch einen Prozess zu treiben wie der Metzger das Fleisch durch die Faschiermaschine?

Das neue Recruiting: Evolution statt maschineller Revolution?

Ich denke, hier wird es noch viele technologische Evolutionen geben, um entsprechende Akzeptanz zu schaffen.

Mein Fazit und meine Empfehlung sind ganz einfach:

Technologie dort einsetzen, wo es Sinn ergibt. Im Datenmanagement, zur Kommunikation und zum Auswerten großer Datenmengen!

Persönliche Kontakte sollen persönlich bleiben! Der menschliche Kontakt ist durch keine Maschine zu ersetzen.

Make or buy: Outsourcing bereits seit Jahren erfolgreiche Praxis

Es gibt auf dem europäischen Festland leider immer noch Vorbehalte, die Personalbeschaffung ganz oder teilweise an externe Dienstleister auszulagern. In den USA und im UK ist die Vergabe von Recruitment-Process-Outsourcing-Projekten hingegen seit Jahren gängige Praxis – und das mit Erfolg.

Analysieren Sie Ihre aktuelle Recruitingsituation und prüfen Sie kritisch, was Ihre Organisation aus eigener Kraft und eigenem Kenntnisstand selbst optimieren kann und an welcher Stelle es hilfreich ist, externe Partner mit einzubeziehen.

Das folgende Whitepaper hilft Ihnen die Situation zu bewerten und gibt Ihnen praktische Tipps zur Umsetzung: Whitepaper RPO.

Zu guter Letzt die allerwichtigste Empfehlung an alle „Personalbesteller“:

  • Arbeiten Sie mit eng und partnerschaftlich mit Ihrem Recruiter zusammen. Je besser er versteht, was Sie brauchen, umso besser und vor allem schneller kann er Ihnen helfen.
  • Kommunizieren Sie klar und verständlich Ihre Anforderungen.
  • Seien Sie kompromissbereit, wenn die Eier legende Wollmilchsau gerade nicht verfügbar ist.
  • Suchen Sie nach alternativen Qualifikationen und finden Sie gemeinsam mit Ihrem Personaler eine Lösung.

Sie interessieren sich für Recruitment Process Outsourcing? Hier finden Sie weitere Informationen: RPO@Hays

Über Alexander de las Heras

Nach einem Studium der Betriebswirtschaft ist Alexander de las Heras seit über 25 Jahre erfolgreich in verschiedenen Positionen in der Personaldienstleistung tätig.

2017 startete er bei Hays Talent Solutions und verantwortet nun den Vertrieb der Recruitment Process Services in der DACH Region.

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