Technology in the hands of businessmen
Morgens im Zug auf dem Weg zur Arbeit... zuerst lese ich ein wenig, trinke dabei einen Kaffee. Doch dann packe ich mein Smartphone, mit Apfel ;-) aus meiner Tasche und surfe ein wenig, manchmal auch parallel zum Buchlesen. Mein Blick in die Runde bestätigt, dass 80 Prozent der Pendler das Gleiche machen, vielleicht hören sie dabei noch Musik oder beißen in ein Teilchen. Wir sind also mobil. Wäre es da nicht offensichtlich, dass wir mobil auch nach Jobs suchen?

Mobile Recruiting

Das ist tatsächlich so! Laut der Google-Studie Our mobile Planet Germany suchen in Deutschland 14 Prozent der Mobile-Nutzer nach Stellenanzeigen. Tendenz definitiv steigend. Dagegen steht dann die Studie Mobile-Recruiting-Studie 2013 von Wollmilchsau-Betreiber Atenta, die zeigt, dass die meisten Unternehmen in Deutschland nicht auf diesen Trend reagieren bzw. vorbereitet sind. Rund sieben Prozent der untersuchten Karriere-Seiten sind mobil nicht erreichbar und 93 Prozent der erreichten Karriere-Seiten sind nicht für die mobile Nutzung optimiert und damit nur sehr schlecht nutzbar. Ich kenne das bei diversen Websites nur zu gut. Vergrößern, scrollen, verschieben, klicken, verklickt, wieder groß ziehen – genervt aufgeben. Lediglich sieben Prozent der erreichten Karriere-Websites sind mobil-optimiert. Einige wenige Unternehmen (vier Prozent) bieten zudem Karriere-Apps an. Das ist wirklich nicht gerade viel. Auf einem anderen Blatt steht dann noch die mobile Bewerbung, das klammern wir aber erst mal aus.

Die Räder drehen sich auch

Wir als Personaldienstleister stehen da natürlich in der besonderen Pflicht und haben immerhin für externe Bewerber (also unsere Spezialisten) die Jobsuche mobil optimiert. Ein erster Schritt ist also getan. Doch warum tun sich die Unternehmen laut der Blogosphäre und diversen Studien so schwer, sich dem Trend „Mobile Recruiting“ anzupassen? Ich denke, dass sich die Unternehmen nicht schwer-tun, sondern dass alles einfach Zeit braucht. Sicher muss auch immer abgewartet werden, ob sich ein Trend tatsächlich etabliert oder sich nur als eine Luftblase erweist (Stichwort Second Life). Die Räder drehen sich also langsamer im Vergleich zu kleineren Agenturen, großen Jobbörsen oder Medien, aber sie drehen sich – das kann ich jeden falls aus Hays-Sicht sagen.

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