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Gestern war wieder ein Tag, der mir zwei neue E-Mail-Newsletter bescherte. Von Unternehmen, die mir rein gar nichts sagten und deren Namen ich noch nie gehört hatte. Manchmal – wie gestern – packt mich dann die Lust, mir die Mühe zu machen, mich gleich wieder abzumelden. Ich klickte auf den entsprechenden Button, der ja meist sehr versteckt und sehr klein ganz unten in der Mail steht. Und siehe da, dort fand ich einen Satz. Sinngemäß schrieb die Firma, sie hätten meine ausdrückliche Erlaubnis, mir Mails senden zu dürfen. Das fand ich interessant, denn eine Erlaubnis dazu hatte ich sicher nicht erteilt.

Die Spreu vom Weizen trennen

Schade ist an der E-Mail-Flut: Es gibt durchaus E-Mail-Newsletter, die interessante Informationen bieten mit weiterführenden Links auf Themen, die mich selbst beschäftigen. Leider gehen viele davon unter und werden ungelesen in den elektronischen Müllkorb gesteckt. Die Click-through-Rate auf Newsletter dürfte verschwindend gering sein, wenngleich etwas höher als bei Online-Bannern (diese liegt Pi mal Daumen bei 0,1 Prozent). Und dies, obwohl sich viele Unternehmen die Mühe machen, Inhalte zu generieren, Artikel zu schreiben und ihren Newsletter designtechnisch professionell zu gestalten. Mit sehenswertem Resultat: Platte Newsletter, die nur von neuen Produkten der eigenen Firma schwelgen, landen nicht mehr so häufig in meinem Maileingang. Aber das bekommt wohl keiner mit, weil kaum jemand die Newsletter liest.

Was tun? Die ganzen Newsletter in den Orkus jagen und voll auf Social Media setzen? Inhalte besser und schneller in Form von Tweets auf Twitter streuen? Das funktioniert nur, wenn Unternehmen eine gute Follower-Gruppe aufgebaut haben. Ganz abgesehen davon, dass sie hier auch in der Flut der Tweets untergehen können.

Content is king

Unternehmen könnten die schlichte Regel der Kommunikation beherzigen: nur dann etwas mitzuteilen, wenn es wirklich etwas zu sagen gibt, und dies möglichst punktgenau. Je besser zugeschnitten ihre Kommunikation auf die jeweilige Zielgruppe ist, umso besser. Dieses alte Prinzip gilt auch im Zeitalter von Social Media. Wir arbeiten selbst daran, versprochen.

Über den Autor Frank Schabel

Der Geisteswissenschaftler Frank Schabel hatte jahrelang Führungsrollen, vor allem in der IT-Industrie im Bereich Marketing/Corporate Communications, inne. Frühere Stationen waren unter anderem SAP und CSC Ploenzke. Von 2006-2020 war er Head of Marketing/Corporate Communications bei der Hays AG und ist aktuell als Managementberater & Interimsmanager sowie Autor von Fachbeiträgen aktiv.

LinkedIn-Profil: Frank Schabel

Website: https://www.frankschabel.de/

 

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