Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck! Das gilt sowohl im realen Leben als auch in der digitalen Welt. Diese fünf Fehler sollten Sie bei Ihrer Jobsuche über LinkedIn vermeiden, damit Sie sich nicht selbst direkt ins Aus katapultieren.

1. Ein unprofessionelles Profilbild (oder überhaupt keines)

Hier gilt der Klassiker: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!“. Haben Sie gewusst, dass Mitglieder siebenmal mehr gewillt sind, eine Kontaktanfrage anzunehmen, wenn diese von einem LinkedIn-Profil mit Profilbild stammt? Das hat folgenden Grund: Oftmals erweckt ein ungepflegtes Profil den Anschein, dass der Inhaber zu faul oder zu unprofessionell ist oder irgendetwas mit dem Profil nicht stimmt. In der heutigen Zeit von Fake-Profilen und Fake News sind die Nutzer von Social und Business Networks wie LinkedIn vorsichtiger bei der Vernetzung geworden.

Zudem hilft ein Foto Ihren Kontakten dabei, sich an Sie zu erinnern. Zum Beispiel, wenn Sie sich auf einem Networking-Event kennengelernt haben. Aber Vorsicht! Nutzen Sie nicht einfach einen Schnappschuss aus Ihrem letzten Sommerurlaub. Achten Sie darauf, ein aktuelles und professionelles Foto zu nutzen.

2. Sich mit den falschen Personen vernetzen

Im Austausch mit meinen Kollegen erlebe ich häufig, dass diese sehr darauf bedacht sind, zahlreiche Kontakte innerhalb ihrer Netzwerke zu sammeln, um sich so ein entsprechend großes Netzwerk aufzubauen. Dieser Ansatz ist auch richtig, dennoch gebe ich meinen Kollegen immer den Rat, auf die Qualität der Kontakte zu achten. Es geht nicht darum, wer das größte Netzwerk hat, sondern das wertigste.

Sie müssen nicht immer jede Kontaktanfrage, die Sie erhalten, auch annehmen. Vernetzen Sie sich auf LinkedIn mit denjenigen, die Ihnen einen wirklichen Mehrwert liefern. Dies können sowohl alte Arbeitskollegen als auch Experten aus Ihrem Fachbereich als auch neue Geschäftskontakte sein.

3. Exzessives Profil-Stalking auf LinkedIn

Eine nützliche Funktion von LinkedIn ist die Nachvollziehbarkeit, wer Ihr Profil angesehen hat. Es kann jedoch sehr schnell unprofessionell wirken, wenn Sie diese Profile von nun an wöchentlich oder täglich aufrufen, ohne eine direkte Kontaktanfrage zu stellen. Insbesondere, wenn es sich dabei um Profile von Recruitern oder HR-Verantwortlichen Ihres zukünftigen Wunscharbeitgebers handelt.

Mein Tipp: Wenn Sie aktiv auf Jobsuche sind, dann deaktivieren Sie die Informationsanzeige zu besuchten Profilen innerhalb des Business-Netzwerkes.

4. Veraltete Profilangaben

Viele Professionals denken, es sei vollkommen ausreichend, ein LinkedIn-Profil aufzusetzen. Aber viele Arbeitgeber stolpern nicht einfach so über Ihr Profil und bieten Ihnen direkt den Job an. Sie müssen hierfür auch etwas tun. Bestes Beispiel hierfür: Ihre Profildaten und die letzten Änderungen liegen bereits einige Jahre zurück.

Wenn Sie sich mit einem solch veralteten Profil professionell präsentieren, kann schnell der Eindruck entstehen, dass Sie womöglich im Job ebenfalls nicht auf Zack sind. Achten Sie folglich darauf, dass Sie Ihr Profil regelmäßig aktualisieren und Ihre Angaben immer auf dem neuesten Stand sind. Bei Ihren Bewerbungsunterlagen reichen Sie ja auch keinen veralteten Lebenslauf ein, oder?

5. Ihrem LinkedIn-Profil fehlt das Leben

Wie bereits erwähnt stolpert ein potenzieller Arbeitgeber nicht einfach so über Ihr Profil. Erst recht nicht, wenn Sie in Ihrem Profil nur die nötigsten Angaben gepflegt haben, aber der wirklich interessante Inhalt fehlt. Dies lässt Ihren Auftritt langweilig und wenig aussagekräftig wirken.

Zudem tauchen Sie so auch nicht in den Suchrecherchen von Personalverantwortlichen auf. Diese nutzen meist die netzwerkinterne Schlagwortsuche, um die passenden Kandidaten für die ausgeschriebenen Positionen zu finden. Je weniger Keywords und Hardfacts Sie also in LinkedIn hinterlegen, desto schlechter ist Ihr Ranking innerhalb der jeweiligen Suchergebnisse.

So flößen Sie Ihrem Profil Leben ein:

    • Formulieren Sie zum Beispiel eine Zusammenfassung mit wichtigen Schlagwörtern und fügen Sie Ihren beruflichen Stationen einige Stichpunkte mit der Beschreibung Ihrer Tätigkeiten und Aufgaben bei. Fokussieren Sie sich hierbei auf Ihre Kernkompetenzen und Alleinstellungsmerkmale und positionieren Sie die wichtigsten Informationen und Qualifikationen direkt zu Beginn der Übersicht.

      LinkedIn

      Insbesondere Recruiter haben ein sehr gut geschultes Auge und entscheiden in wenigen Sekunden und anhand der ersten Eindrücke, ob das angeschaute Profil passt oder nicht. Bei der Frage, welche Skills und Schlagwörter Sie in Ihr Profil aufnehmen sollen, kann der Gedanke an die Suchbegriffe helfen, die Sie selbst eingeben würden, um sich zu finden.

    • Gestalten Sie Ihr Profil aktiver, indem Sie auch ein Hintergrundfoto hochladen. Zusätzlich können Sie Ihrem Profilslogan noch etwas Pep verleihen, indem Sie ihn individualisieren. Haben Sie keine Scheu davor, Communitys beizutreten oder auch innerhalb Ihres Newsfeeds Beiträge zu publizieren. Welche Vorteile Ihnen Communitys bieten, können Sie in einem meiner letzten Blogposts nachlesen.
  • Greifen Sie auf unterschiedliche Medienformate zurück, wie z. B. Fotos, Videos, Präsentationen oder auch Links zur eigenen Homepage. Dies lässt Ihr Profil professioneller und interessanter wirken. So erwecken Sie den Eindruck, dass Sie sich Gedanken über Ihr Profil gemacht haben, und es zeugt von Kompetenz.

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