Googelt man "Account Manager Hays", werden in der Ergebnisliste neben unseren selbst bereitgestellten Informationen über unsere Karriereseite hayscareer.net oder unsere Social-Media-Karriereauftritte auf Twitter und Facebook als weitere Tophits unsere Bewertungen auf dem Arbeitgeberbewertungsportal kununu angegeben. Oder auch das Diskussionsforum des WiWi-TReFFs, in dem anonym seit nunmehr 2005 der Schwarm die Intelligenz über den Bewerbungsprozess, einen Einstieg oder auch das Arbeiten bei uns zusammenträgt. Wir sind nicht das einzige Unternehmen, das kommentiert wird, wenn auch eines der meist diskutierten. Das ist Mitmachweb und das ist gut so!

Im Stillen beobachten

Wenn ich mir insbesondere den WiWi-TReFF sachlich anschaue und die extrem positiven sowie die extrem negativen Äußerungen etwas nivelliere, hat jeder dieser Beiträge einen berechtigten Grund, dort zu stehen. Daher verfolge ich die Einträge aufmerksam, um zu schauen, ob wir aus den Posts etwas lernen können. Da ich auch nur ein Mensch bin, werde ich allerdings an der einen oder anderen Stelle schon mal sauer oder muss auch ab und an lachen. Ein offizielles Statement verkneife ich mir jedoch immer wieder, da im subjektiven Wahrheitsempfinden des Posters, den ich kommentieren würde, dies wahrscheinlich nicht gut käme. Was mich jedoch genauso stört wie die ungleich höhere Anzahl an negativen Äußerungen (so ist das Leben, 7:1 ist – glaube ich – die Quote für schlechtere Nachrichten), sind mitunter die vermeintlich positiven. Diese empfinde ich manchmal als so plump und wenig authentisch geschrieben, dass ich mich frage, arbeitet derjenige wirklich bei uns? Zudem stelle ich mir immer wieder die gleichen Fragen: Was halten unsere Bewerber und Mitarbeiter davon? Lesen sie die Beiträge überhaupt? Aber eigentlich kann ich mir die Antwort zumindest für Bewerber selbst geben: Wer sich ordentlich auf einen Bewerbungsprozess vorbereitet, muss das eigentlich gelesen haben. Aber inwiefern lässt er sich dadurch auch beeinflussen – positiv wie negativ? Wie sollen wir von Unternehmensseite damit umgehen? Wie aussagekräftig sind anonyme Äußerungen, von denen wir nicht wissen, wer sich dahinter verbirgt und welche Interessen ihn leiten? Und welchen Mehrwert beinhalten so undifferenzierte Aussagen wie "hier ist alles uneingeschränkt genial" oder "willkürliches Hire and Fire"? Nun denn, das scheint in diesem Fall die Intelligenz zu sein, die der Schwarm zusammenträgt. Über uns und auch über andere Unternehmen. Wo soll man sich dann also noch bewerben? Fakt ist: Wir sind ein sehr leistungs- und vertriebsorientiertes, in der B2B-Dienstleistung tätiges Unternehmen und haben in den letzten 15 Jahren eine unglaubliche Wachstumsstory produziert. Fakt ist aber sicher ebenso: Auch bei uns ist nicht alles Gold, was glänzt, und längst nicht alles rosarot. Vertrieb an sich bringt eine unmittelbare Messbarkeit mit sich, mit der man umgehen muss.

Was aus den Kommentaren machen?

Was können wir aus der Intelligenz, die der Schwarm zusammengetragen hat, ziehen? Mein Rat, und der bezieht sich übrigens nicht nur auf die Kommentare zu uns, sondern generell auf Bewertungsplattformen oder anonyme Foren im Internet: Nehmen Sie die Informationen selektiv auf und machen Sie sich ein eigenes Bild! Gehen Sie direkt in den Dialog, sprechen Sie die Fragen, die sich Ihnen beim Lesen stellen, unvermittelt an! In unserem Falle gerne direkt hier oder über unsere anderen Kanäle im Web, an der Internal-Recruiting-Hotline oder auf Veranstaltungen, auf denen wir zahlreich vertreten sind. Bitte mit offenem Visier, mit Ihrem wirklichen Namen oder auch Bild. Nur so lässt sich ein sachlicher und konstruktiver Dialog führen. Ich freue mich darauf!

Kommentare


  1. Dennis Jung

    Zur Abwechslung mal auch mal einen interessanten Blogpost gefunden 😉

    Da ich bis vor einiger Zeit sehr lange beim Militär beschäftigt war und so gut wie nichts über das „zivile Arbeitsleben wusste“, kann ich schoneinmal sagen das man bei der Recherche gar nicht an Portalen wie Kununu vorbeikommt. Nachdem ich mich dann auf diversen Seiten / Börsen angemeldet / eingetragen hatte, konnte ich mich vor Angeboten kaum retten (möglicherweise ist IT-Personal begehrt). Nach meiner persönlichen Sichtung und Aussortierung hatte ich noch etwa 5 Stellen übrig, an dennen ich grundsätzlich interessiert war. Aufgrund von Bewertungen auf Kununu habe ich aber weitere 3 Stellen streichen können. Wenn ungefähr 30 Bewertungen vorliegen, wovon 10 negativ mit den selben Gründen über einen längeren Zeitraum vorliegen, kommentarlos, weckt dies schon mein Interesse. Ignoriert es der Arbeitgeber? Oder wurde jemand gefeuert und schreibt ständig aus Wut negativ Bewertungen?
    Dann geht natürlich das googeln los. Und Kleinigkeiten fallen auf. Achja, sie wollen einen Windows Server 2009 Administrator?
    Mit MCSE Zertifikat?
    Da hat sich jemand nicht vorbereitet, und ich kann ahnen wieviel Wahrheit in den Bewertungen steckt.

    Letztendlich habe ich mich zwischen zweien Arbeitgebern per Bauchgefühl entschieden. Zuviel lesen ist auch nicht immer gut 😉

    Antworten

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