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Neue Entwicklungen ergeben sich ständig. Viele Branchen wurden in der Vergangenheit immer wieder von einem Wandel der Arbeitsprozesse geprägt – von der industriellen Revolution im 18. Jahrhundert bis zur Industrie 4.0. Gesamte Branchen verändern sich heute jedoch in einer noch nie da gewesenen Geschwindigkeit. Unternehmen müssen daher in der Lage sein, Veränderungen vorherzusehen. Lesen Sie hier mehr darüber, wie Sie Ihre Mitarbeiter auf den Wandel einstellen können.

Überlegen Sie sich, wie sich Ihr Unternehmen verändern könnte

In der letzten Ausgabe des Hays Journal hat uns Rita Gunther McGrath, Professorin im Bereich Strategic Management and Innovation an der Columbia Business School, erzählt, dass alle Unternehmen ihre Strukturen und Prozesse gemäß den Bedingungen in ihrem Umfeld anpassen.

„Mit der Digitalisierung verändern sich auch diese Bedingungen. So haben Zeitungen beispielsweise Umsätze erzielt, indem sie Platz für Anzeigenwerbung bereitgestellt haben, um Menschen auf eine kostengünstige und einzigartige Weise zu erreichen. Im Zeitalter der Digitalisierung und der Industrie 4.0 sind solche Bedingungen gar nicht mehr gegeben. Gleichermaßen können Menschen über YouTube das tun, wofür man vor 50 Jahren ein Filmstudio benötigt hätte. Unternehmen sollten sich Folgendes fragen: Haben neue Entwicklungen das Potenzial, die ursprünglichen Bedingungen vollständig zu verändern und neue Möglichkeiten zu eröffnen?“

Innovationskompetenz der Mitarbeiter erkennen

Die besten Mitarbeiter sind nicht immer auch die innovativsten. Viele Mitarbeiter bringen die richtigen Voraussetzungen mit, um herausragende Leistungen in ihrer Position zu erzielen oder um ausgezeichnet zu führen. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass sie in der Lage sind, Branchenneuheiten zu erkennen und entsprechend darauf zu reagieren. Aus diesem Grund konzentriert sich die ING Group auf Mitarbeiter mit analytischen und digitalen Fähigkeiten, wobei bestimmte Soft Skills ebenso gefragt sind.

„Wir suchen Mitarbeiter, die bereit sind, kalkulierte Risiken einzugehen, aus System- und Unternehmenssicht zu denken und in der Lage sind, sich an Veränderungen anzupassen“, sagt Maaike Westerhof, Global Head of Talent and Learning bei der ING Group, ebenfalls in einem Beitrag im Hays Journal. Es ist jedoch ein Drahtseilakt. „Wir wollen Mitarbeiter, die gut mit Veränderungen umgehen können. Gleichzeitig benötigen wir aber auch Mitarbeiter, die beschlossene Initiativen vorantreiben und umsetzen.“

Begegnen Sie dem Wandel von Industrie 4.0 mit einer vielfältigen Belegschaft

„Mitarbeiter, die verschiedene Erfahrungen und Hintergründe haben, können Veränderungen innerhalb der Branche aus unterschiedlichen Perspektiven erkennen“, so Adnan Chaudhry, Chief Operating Officer MEAR (Naher Osten, Afrika, Russland/Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) für den Bereich Global Service Provider bei Cisco.

„Die Denkweise spielt hier eine wichtige Rolle und nicht das Geschlecht oder der kulturelle Hintergrund. Unternehmen benötigen junge Talente, denn diese können die umfangreichen Veränderungen von heute besser verstehen und besser damit umgehen“, ergänzt Chaudhry im Hays Journal.

„Das heißt nicht, dass Erfahrung nicht mehr wichtig ist“, fügt er hinzu. „Mitarbeiter zwischen 40 und 60 Jahren bringen Wissen und Erfahrung mit und können dadurch schneller fundierte Entscheidungen treffen.“

Binden Sie Mitarbeiter, die neue Ideen einbringen

Auch gute Führungskräfte sind nicht zwangsläufig innovativ und innovative Mitarbeiter sind nicht automatisch gute Führungskräfte. Eine Beförderung ist daher nicht immer die beste Möglichkeit, diese Mitarbeiter zu honorieren oder sie an Ihr Unternehmen zu binden. Eine proaktivere Bindung gelingt durch die Jobrotation oder Job-Shadowing. Sie bieten den Mitarbeitern neue Möglichkeiten und stellen sie vor neue Herausforderungen, durch die unterschiedliche Fähigkeiten gefördert werden. Die Mitarbeiter übernehmen mehr Verantwortung und erweitern ihren Horizont.

Leistungsstarke Mitarbeiter haben so die Möglichkeit, in eine andere Einheit zu wechseln, sich ins Ausland versetzen zu lassen oder einen vollständig neuen Verantwortungsbereich zu übernehmen.

Innovationen

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Fördern Sie Innovationen

Wie ich bereits in meinem vorherigen Blog geschrieben habe, ist der einfachste Weg, um Veränderungen innerhalb der Branche im Auge zu behalten, selbst neue und innovative Produkte oder Ansätze zu entwickeln. Fördern Sie Innovation und innovative Denkweisen im Kollegenkreis, indem Sie mit gutem Beispiel vorangehen, und Ihre Ideen, Informationen und Erkenntnisse teilen. Fördern Sie die Ideen anderer und schaffen Sie eine Kultur des Wissensaustauschs.

Über unseren Kollegen Dirk Hahn

Nach seinem Abschluss als Diplom-Kaufmann begann Dirk Hahn 1997 seine Karriere bei Hays. Zunächst als Abteilungsleiter, dann als Bereichsleiter und schließlich als Director Vertrieb.

Schulze,Kathy

Im Januar 2008 wurde Dirk Hahn als Chief Operating Officer in den Vorstand der Hays AG berufen und verantwortet den Vertrieb in den Specialisms Engineering, Construction & Property, Life Sciences und Healthcare in Deutschland, den Bereich Rekrutierungsmanagement sowie unsere Landesgesellschaften in der Schweiz und in Österreich.

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