Spätestens nach den Schlagzeilen über die Corporate-Influencer-Programme bei Unternehmen wie Otto und der Deutschen Telekom sind die „Markenbotschafter“, wie sie manchmal auch genannt werden, hoch im Kurs.

Auch wir bei Hays haben uns gefragt, wie Social Media und die Aktivität unserer Mitarbeiter darin unser Unternehmen jetzt schon beeinflusst und noch beeinflussen kann. Die Antwort ist unser Social-Selling-Programm.

Doch zunächst einmal: Wer sind Corporate Influencer? 

Das Fundament bilden motivierte Mitarbeiter/-innen, die leidenschaftlich hinter ihren Themen stehen und diese gerne öffentlich mit ihrer Community teilen, sowohl online als auch offline. Dabei geht es in erster Linie nicht darum, dass die Mitarbeiter die Botschaften des Unternehmens in den sozialen Medien weiterteilen, sondern über ihre eigene Expertise und Erfahrungen berichten. Und da gerade die sozialen Medien sehr von Persönlichkeit leben und wir eher Menschen folgen als Unternehmen, finden Corporate Influencer oftmals mehr Gehör als die Corporate-Social-Media-Kanäle des Arbeitgebers.

Die Vorteile sind vielfältig und hängen von den gesteckten Zielen hinter dem Programm ab. So kann z. B. die Anzahl und Passgenauigkeit der eingehenden Bewerbungen erhöht werden oder die Bekanntheit der Marke gesteigert werden. Es ist aber noch viel mehr als das: Ein nachhaltig angelegtes Corporate-Influencer-Programm hat immer auch Auswirkungen auf die Unternehmenskultur. Wissen wird im Unternehmen mehr geteilt, Silos überwunden und die Digitalkompetenz der Mitarbeiter ausgebaut.

Auf dem dritten Corporate Influencer Day der Quadriga habe ich das erste Mal berichtet, wie wir in einem Jahr über 2.000 Mitarbeiter – vom Werkstudenten bis zum Vorstand – befähigt haben, als Corporate Influencer für Hays aktiv zu werden.

Grassrootsbewegung: Vorbilder im Vorstand

Unser Ziel als Unternehmen bestand darin, den digitalen Vertrieb bei Hays auf die nächste Stufe zu heben. Wir identifizierten zunächst Menschen, die schon Corporate Influencer im Unternehmen waren, ohne dass sie sich wirklich so nannten. Wir tauften sie die Pioneers und sie sind immer noch aktiv und wichtige Sparringspartner. Sie bildeten eine Art Grassrootsbewegung, experimentierten, gaben wichtiges Feedback über alle Hierarchien hinweg. So entstand erste Akzeptanz durch konkrete Erfolge.

Das Hays Digital Bootcamp war die nächste Stufe, um die gesamte Belegschaft digital fit zu machen. Was wir hierbei genau gemacht haben? Eine Bewegung gestartet! Dabei reiste ich zusammen mit unserer Social-Selling-Expertin von Standort zu Standort. Neben Social Selling wurden weitere digitale Tools vorgestellt, die unsere Arbeit bei Hays zukunftsfähig machen, sowie digitale Megatrends, die uns alle beeinflussen. Als der Lockdown kam, stellten wir das Format kurzerhand um auf Online und nannten es Barcamp. Das Training fußt auf den vier Stufen des Social Selling:

  • Aufbau einer digitalen Ich-Identität: LinkedIn- und XING-Profil ansprechend und aussagekräftig gestalten
  • Netzwerk & Social Listening: relevante Kontakte finden, sich richtig vernetzen und relevante Anknüpfungspunkte finden (was treibt die Person gerade um?)
  • Meaningful Relationship Building: Mehrwert bieten für seine relevanten Kontakte in Form von Wissensvermittlung, Vernetzung mit anderen Personen, Erfahrungsaustausch etc.
  • Positionierung als Experte: sein Wissen in Form von ansprechendem Content in LinkedIn und XING teilen und sich selbst an Diskussionen beteiligen

Mittlerweile gibt es zudem einen umfangreichen Online-Social-Selling-Kurs in der innerbetrieblichen Lernwelt von Hays. 

Ein weiterer elementarer Erfolgsfaktor ist die digitale Vorbildfunktion des C-Level-Managements. Sowohl der deutsche Vorstand als auch die jeweiligen Leiter der unterschiedlichen Business Units fokussieren sich vermehrt auf digitales Netzwerken und Community Building. Mithilfe von entsprechenden KPIs werden die jeweiligen Performances verfolgt, verglichen und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Dieser hierarchieübergreifende Ansatz stellt den roten Faden dar, welcher das Corporate-Influencer-Programm nachhaltig prägt. Gesteuert und weiterentwickelt wird das Programm von einem interdisziplinären Social-Selling-Matrix-Team.

FAZIT

Für uns hat sich die Investition in unsere Mitarbeiter als Corporate Influencer ausgezahlt. Wir werden diesen Weg weiter ausbauen. 

Denn: Mit Social Selling verändern Sie Ihr Unternehmen. Nicht nur hin zu erfolgreicherem Vertrieb und erfolgversprechenderer Rekrutierung, sondern auch zu digital fitten Mitarbeitern und einer besseren Wahrnehmung des Unternehmens am Markt.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, dann melden Sie sich gerne bei unserem Kollegen Stephan Rathgeber und wir schicken Ihnen weitere Dokumente zum Social-Selling-Format (stephan.rathgeber@hays.de).

Über unseren Kollegen Stephan Rathgeber

Stephan Rathgeber ist seit Februar 2018 in verschiedenen Rollen Treiber der digitalen Transformation der Hays AG.

In seiner momentanen Rolle als Head of Digital Consulting & Sales entwickelt und treibt er innovative Lösungen für die Experten-Rekrutierung, den digitalen Vertrieb und die Beratung des Top Managements unserer Kunden voran.

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