Fabian Knobelspies

Die Digitalisierung hat weitreichende Auswirkungen auf den Finanzbereich: Die digitale Transformation in Unternehmen erfordert neue Kompetenzen, Prozesse und die Anpassung an digitale Innovationen.

Es heißt, der klassische Finanzbereich müsse über die traditionellen Funktionen wie Buchhaltung, Controlling und Berichtswesen hinauswachsen. Das Ziel ist, neue Erkenntnisse und Prognosen bereitzustellen, um die Entscheidungsfindung in verschiedensten Fachbereichen zu beschleunigen. Da die Beschäftigten der meisten Unternehmen aufgrund der aktuellen Pandemie überwiegend von zu Hause aus arbeiten, sind in vielen Bereichen aufwendigere Arbeitsschritte in Bezug auf Abstimmungen oder manuelle Prozesse nötig. Deshalb stoßen bisher verwendete Hilfsmittel wie Workflows und Checklisten derzeit an ihre Grenzen und zeitsparende Innovationen, z. B. im Rechnungswesen, sind vonnöten. Denn die Anpassungsgeschwindigkeit des Finanzwesens eines Unternehmens hat erheblichen Einfluss auf die jeweilige Wettbewerbsfähigkeit.

 

Innovation Blockchain: Worin liegen die Vorteile?

Auf lange Sicht gesehen wird die Blockchain-Technologie die Prozesse der Rechnungslegung stark verändern und beeinflussen. Ausschlaggebend dafür ist ein digitales, verteiltes Transaktionsledger, in dem die Buchungen in unterschiedliche Blöcke gruppiert werden. Eine Blockchain ist eine verteilte, öffentliche Datenbank. Diese wird z. B. im Kontext von Bitcoin für die Verwaltung von Geldtransaktionen genutzt. Unter Blockchains sind demnach sichere, stets aktuelle Verzeichnisse zu verstehen. In diesen Verzeichnissen befinden sich wiederum digitale Transaktionen, welche für die Beteiligten nachvollziehbar dokumentiert sind. Die Verwaltung findet stets chronologisch und linear erweitert statt. Blockchains sind folglich vergleichbar mit einer Kette, in die alle beteiligten Rechner als Glieder eingebunden sind und die ständig um neue Glieder ergänzt wird.

Blockchains werden vielseitig eingesetzt, z. B. im Vertragswesen oder Steuerrecht - quasi überall dort, wo Transparenz und Nachvollziehbarkeit notwendig sind. Innerhalb dieser Anwendungsbereiche können Analystinnen und Analysten für Digital Finance dabei behilflich sein, sowohl Strategien als auch Organisationsmodelle und Prozesse auf Finanzvorstandsebene neu auszurichten und zu optimieren. Doch welche Fachkräfte kümmern sich künftig um diese Themen in Unternehmen? Vorranging sind es Analystinnen und Analysten sowie Fachleute im Bereich Digital Business Management.

Welche Qualifikationen müssen Analystinnen und Analysten im Bereich Digital Finance mitbringen?

  • Abschluss eines Hochschulstudiums in Wirtschafts-, Natur- oder Ingenieurwissenschaften, Mathematik oder Informatik/Wirtschaftsinformatik
  • Grundlegendes Verständnis der Auswirkungen des digitalen Wandels
  • Exzellente analytische Fähigkeiten, strukturiertes Arbeiten

Nicht nur der Finanzsektor bzw. das Finanzwesen eines Unternehmens befinden sich inmitten einer Evolution. Alle Unternehmensbereiche sind davon betroffen und müssen durch neue Technologien wieder neu erlebbar gemacht werden.

 

Innovation Digital Administration: Warum sollte hier ein Schwerpunkt gesetzt werden?

Unter E-Administration ist die elektronische Geschäftsabwicklung zu verstehen. Hierunter fallen die öffentliche Verwaltung, nichtöffentliche Verbände und Organisationen im Allgemeinen. Dazu gehören z. B. Informationen über den Ablauf und Bearbeitungsstand von bestimmten Verfahren sowie die Möglichkeit, die dafür jeweils zuständige Person per E-Mail zu kontaktieren. Der Fokus von E-Government-Projekten liegt derzeit auf der Entwicklung von Anwendungen, mit denen Prozesse über das Internet rechtsverbindlich abgewickelt werden können.

Die Digitalisierung der nationalen und globalen Wirtschaft beeinflusst folglich nicht nur Aufgaben und Prozessabläufe in Unternehmen, sondern auch ganze Berufsbilder. Es entstehen neue Tätigkeitsfelder und damit einhergehend auch neue Kompetenzen. Dazu gehören nicht nur der Umgang mit innovativen Technologien, sondern auch eine zukunftsorientierte Denkweise, Weitblick und Führungsqualitäten in einer digitalen Arbeitswelt.

 

Fachleute für Digital Business Management

Digital-Business-Managerinnen und -Manager haben die Aufgabe, den digitalen Wandel gesamtunternehmerisch im Blick zu behalten. Sie sind für die Digitalisierung verschiedenster Prozesse und die Steuerung der Unternehmen im Zuge der Digitalisierung zuständig. Außerdem beraten und prüfen sie, an welchen Stellen eine Digitalisierung notwendig ist, um ein Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten.

Welche Qualifikationen und Skills sind im Bereich Digital Business Management gefragt?

  • Abschluss eines Hochschulstudiums
  • Ausgeprägte Digitalkompetenz

Persönliche Kompetenzen

  • Interesse an IT- und betriebswirtschaftlichen Themen
  • Hohes Interesse an Themen rund um die Digitalisierung
  • Analytisches Denken
  • Cleverer Umgang mit Zahlen, Daten und Statistiken
  • Sehr gute Englischkenntnisse

Sie haben Interesse daran, mehr über das Thema Digital Finance & Administration zu erfahren? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf: Fachbereich Finance.

Über Fabian Knobelspies

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre in München, Sydney und Kopenhagen, startete Fabian im Jahr 2009 seine Karriere als Account Manager bei einem französischen Global Player im Bereich FMCG (schnelldrehende Produkte) mit Sitz in Düsseldorf.

Im Juni 2010 zog es ihn zurück nach Bayern, wo er für Hays den Bereich Vermittlung von freiberuflichen Finanzfachkräften ausbaute. In den folgenden Jahren übernahm er die weitere Verantwortung für die Geschäftsfelder Arbeitnehmerüberlassung, sowie Vermittlung in Festanstellung für die bayerischen Standorte München, Nürnberg, Augsburg und Ingolstadt. Seit Sommer 2020 verantwortet er neben dem Geschäftsfeld „Finance“ auch unsere Services mit Schwerpunkt „HR“ in der Region Bayern.

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