© nd3000 - Fotolia.com

Sie sind auf der Suche nach einem Job? Dann ist Ihnen sicher bereits aufgefallen, welche Vielfalt von digitalen Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung steht, um Ihre Suche und Ihre Kontaktpflege zu unterstützen. Teilweise durch umfangreiche und kostspielige Werbekampagnen flankiert, bieten zahlreiche Jobbörsen, Netzwerke und sonstige Karriere-Plattformen an, Ihnen digital unter die Arme zu greifen.

Und gefühlt werden es täglich mehr. Auch Hays als spezialisierter Personaldienstleister hat es sich auf die Fahne geschrieben, Kandidaten und Unternehmen zusammenzuführen, und auch wir bedienen uns dabei selbstverständlich der aktuellen technischen Möglichkeiten.

Der persönliche Kontakt wieder entscheidend?

Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung fällt mir bereits seit einigen Jahren ein interessanter Trend auf. Man könnte meinen, dass bei all dieser Technik Bewerbungen mittlerweile vollautomatisiert den richtigen Adressaten finden. Ein Knopfdruck, mit dem ich der Welt verkünde, dass ich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe, und schon klopft der Traumjob an die Tür.

Aber eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein: Bei all der Fülle an Bewerbungskanälen und Plattformen wird auf einmal die persönliche Kontaktpflege wieder ganz entscheidend. Persönliche Empfehlungen sind immer noch, oder gerade wieder, die wichtigste Möglichkeit, Arbeitgeber und Bewerber zusammenzubringen.

Persönliche Kontaktpflege wieder auf dem Vormarsch

Das zeigt auch eine Studie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, einer Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Demnach wurde im Jahr 2015 etwa ein Drittel aller Jobs über persönliche Empfehlungen besetzt. Damit ist dieser Rekrutierungsweg doppelt so erfolgreich wie alle anderen Kanäle. Und das ist meiner Meinung nach auch nicht verwunderlich.

Denn zum einen bieten Empfehlungen über die eigene Belegschaft eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, an Bewerber zu kommen. Und zum anderen hilft die Empfehlung eines Mitarbeiters auch, Rückschlüsse auf die persönliche Eignung eines Kandidaten zu ziehen.

Zwar gibt auch dies keine 100%-ige Garantie, aber zumindest kann ich davon ausgehen, dass bei einer internen Empfehlung auch der „Nasenfaktor“ bereits eine gewisse Rolle gespielt hat. Schließlich möchte der Empfehlende sicher nicht mit einer Fehleinstellung in Verbindung gebracht werden.

Beugen Sie dem Vitamin-B-Mangel vor

Was bedeutet das nun für Ihre Jobsuche? Netzwerken Sie, was das Zeug hält! Am besten versuchen Sie, bereits während Studium oder Ausbildung Kontakte zu knüpfen und diese zu pflegen. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten. Bleiben Sie in Kontakt.

Tauschen Sie sich aus und nutzen Sie durchaus auch die Möglichkeiten unserer digital vernetzten Welt, um in Erinnerung zu bleiben. Denn schließlich wissen Sie nie, welcher Ihrer Kontakte vielleicht gerade für Sie die passende Stellenausschreibung im Hinterkopf für Sie hat. Und es wäre doch sehr schade, wenn Ihre Karriere wegen akuten Vitamin-B-Mangels ins Stocken geriete!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.