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Dieser Tage scheinen die Medien – und auch mein Facebook-Stream – voll zu sein mit Menschen, die sich auf wackeligen Handykamerafilmchen scheinbar unmotiviert Eimer mit eiskaltem Wasser über den Kopf schütten. Über Sinn und Unsinn dieser sogenannten Ice Bucket Challenge will ich hier gar nicht weiter philosophieren. Die Meinungen gehen auseinander. Aber eines kann man keinesfalls leugnen:

Die Kampagne hat maximale soziale und mediale Aufmerksamkeit erlangt, und zwar weltweit und innerhalb kürzester Zeit.

Neue Wege in der internationalen Rekrutierung?

Man kann ja nie wirklich aus seiner Haut, und daher nagt schon seit einigen Tagen der Gedanke in meinem – bisher trocken gebliebenen – Kopf, wie man so ein Phänomen und den damit einhergehenden Schneeballeffekt (in diesem Fall beinahe wörtlich zu nehmen) auch im internationalen Recruiting-Kontext nutzen könnte. Die klassischen Methoden der Kandidatengewinnung, auch international, sind hinlänglich bekannt und die Pfade entsprechend ausgetreten. Warum zur Erregung öffentlicher Kandidatenaufmerksamkeit nicht einmal völlig neue Wege beschreiten? Statt der Veröffentlichung einer Stellenanzeige einfach mal eine Herausforderung aussprechen? Sie suchen für Ihre Firma Menschen, die auch über den Tellerrand schauen und Ihren alten Fragestellungen mit neuen Ideen und Perspektiven begegnen? Dann starten Sie doch die internationale Purzelbaum-Challenge! Schließlich lässt einen so ein Purzelbaum die Welt mal aus ganz neuen Blickwinkeln sehen. Und wenn Sie über Ihre Social-Media- und Recruiting-Kanäle einen Aufruf an alle Interessierten starten, ein Video von ihrer schönsten Rolle vorwärts hochzuladen, erzeugen Sie damit garantiert Aufmerksamkeit, präsentieren sich als innovativer Arbeitgeber mit spannenden Jobs, stärken Ihre Employer Brand und erreichen über diesen Weg auch grenzübergreifend Menschen, die vorher vielleicht gar nicht wussten, dass sie unbedingt für Ihre Firma arbeiten wollen.

Aufmerksamkeit durch neue Ideen

Okay, seien wir ehrlich, wahrscheinlich sollten wir die Kirche im Dorf lassen. Nicht jeder Purzelbaumkönig ist ein potenzieller Mitarbeiter und nicht alle Spezialisten, nach denen Sie suchen, werden sich in den sozialen Medien begeistert selbst inszenieren. Genauso wie vermutlich bei der Ice Bucket Challenge nicht jeder, der mit nassem Kopf in die Kamera winkt, auch für den guten Zweck spendet oder sich mit dem Hintergrund der Kampagne auseinandersetzt. Aber überlegen Sie mal, wie viele Menschen, die nicht im Traum auf die Idee kommen würden, bei der Challenge mitzumachen, sich in den vergangenen Wochen mit dem Thema ALS beschäftigt und einen Spendenbeitrag geleistet haben. Und diese Art von Aufmerksamkeit würden wir uns doch alle auch für unsere Rekrutierungskampagnen wünschen!

Kommentare


  1. Laura

    Letztendlich hat das ganze dazu geführt, dass einige viele Menschen für die Forschung von ALS gespendet haben. Auch wenn die Meinungen immer wieder sehr geteilt zu dieser Challenge waren, war sie defintiv erfolgreich.

    Antworten

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