Aktuell ist die Arbeitswelt mehr denn je von ortsunabhängiger Arbeit geprägt, aber die Umsetzung kann Arbeitgeber vor gewisse Schwierigkeiten stellen, die es zu bewältigen gilt.

Manchmal kann Remote-Arbeit die Kommunikation, Zusammenarbeit, Erreichbarkeit und den Aufbau von Beziehungen erschweren, was sich möglicherweise auf die Arbeitskultur auswirkt. Lesen Sie hier fünf Tipps, wie Sie die Arbeitskultur auch bei ortsunabhängiger Arbeit aufrechterhalten und Teams erfolgreich aus der Ferne zu führen.

1. Richten Sie Kommunikationswege ein

Wenn Sie ein Team aus der Ferne führen, ist Kommunikation ein entscheidender Faktor. Sie sollten unbedingt einen regelmäßigen Austausch mit Ihrem Team über die richtigen Plattformen schaffen. Nutzen Sie die zahlreichen verfügbaren Kanäle, damit Ihr Team in Kontakt bleiben und weiterhin zusammenarbeiten kann. Beachten Sie allerdings, dass zu viele verschiedene Kanäle die Teammitglieder überfordern können.

Die beste Alternative zum direkten Gespräch ist die Kommunikation per Video. Legen Sie wie bei einer Präsenzveranstaltung vorab eine Tagesordnung fest und sorgen Sie dafür, dass diese für alle sichtbar ist. Auf diese Weise läuft Ihre Videokonferenz reibungslos und effizient ab.

Da diese Konferenzen nun Ihre Teambesprechungen ersetzen, müssen Sie betonen, wie wichtig die Teilnahme Ihrer Teammitglieder ist. So bleiben auch alle Beschäftigten im Homeoffice auf dem Laufenden und können ihren Beitrag zum Fortschritt des Teams leisten.

2. Bauen Sie Beziehungen auf

Remote Arbeit bedeutet, dass die spontanen Interaktionen fehlen, die sonst im Büro stattfinden und dazu beitragen, dass die Beschäftigten untereinander Bande knüpfen und Arbeitsbeziehungen aufbauen. Ob es um die gemeinsame Bearbeitung eines Projekts geht oder sie sich über ihr Wochenende austauschen – diese Momente sind maßgeblich für den Zusammenhalt im Team.

Deshalb sollten Sie nicht nur darauf achten, dass Ihre Kommunikation transparent ist, sondern den Teammitgliedern bei Konferenzschaltungen auch Zeit für Smalltalk und den Aufbau oder die Pflege ihrer Arbeitsbeziehungen geben. Wenn Sie keine regelmäßigen Videokonferenzen durchführen, können Sie dies dennoch fördern, indem Sie Chatdienste wie Yammer oder Slack nutzen.

Besonders wichtig sind solche Maßnahmen für neue Teammitglieder, damit sie ihre Kolleginnen und Kollegen besser kennenlernen.

3. Tauschen Sie Wissen aus

In Bezug auf Wissensaustausch und Zusammenarbeit gilt, sich Wissen teilweise deutlich einfacher im Büro austauschen lässt als bei ortsunabhängigen Arbeitsmodellen.

Sie können Ihren Teammitgliedern jedoch vorschlagen, zu ihren Fachbereichen Leitfäden zu erstellen, Webinare durchzuführen oder Podcasts aufzunehmen, um ihr Wissen weiterzugeben und zu erfahren, woran die anderen Teammitglieder gerade arbeiten. So sorgen Sie dafür, dass diese Angebote Anerkennung, Wertschätzung und Aufmerksamkeit erhalten.

4. Achten Sie proaktiv auf die Stimmung

Im persönlichen Kontakt sind Sie es vermutlich gewöhnt, die Emotionen und Reaktionen Ihrer Teammitglieder zu erkennen. Aus der Ferne ist das logischerweise schwieriger. Schalten Sie nach Möglichkeit Videokonferenzen, wo zumindest Ihre Teammitglieder einander sehen und besser aufeinander eingehen können, als nur übers Telefon.

Wenn Sie immer noch das Gefühl haben, abgekoppelt zu sein, oder wenn Sie kein Video verwenden, dann versuchen Sie, stärker auf den Tonfall zu achten und Stimmungswechsel wahrzunehmen, um abzuwägen, wie Ihre Beschäftigten zurechtkommen. Setzen Sie zudem auf integrierende Sprache wie "wir" und "unser", um Zusammenhalt und Verbundenheit zu fördern.

5. Vertrauen Sie Ihrem Team

Auch wenn orts- und zeitunabhängiges Arbeiten zunächst Schwierigkeiten bereitet – vor allem jenen, die keine Erfahrung mit dieser Art der Arbeit oder Führung haben –, können Sie viel erreichen, wenn Sie Ihrem Team vertrauen.

Denn: die Flexibilität bei dem remote Arbeiten stärkt auch die Eigenverantwortung Ihrer Beschäftigten. Wenn Sie ihnen vertrauen und die Möglichkeit geben, im Sinne Ihres Unternehmens zu handeln, dann erreichen Sie, dass die Arbeitskultur die innere Einstellung verändert. Wenn Sie das geschafft haben, dann ist der Arbeitsort nicht länger von Bedeutung und Sie können gleichzeitig Ihr Team führen und Ihre Unternehmenskultur aufrechterhalten.

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