Klassische Führung? Nicht für Generation Y!

17, September, 2013 Christina Wolf 3 Kommentare
© lassedesignen - Fotolia.com
© lassedesignen - Fotolia.com

Unsere Muttergesellschaft hat eine interessante Studie über die Generation Y, ihr Verständnis von Arbeit und ihre Wünsche an ihre Vorgesetzten veröffentlicht. Dafür wurden 1.000 Yler interviewt. Aber vorneweg: Wer ist überhaupt die Generation Y? Laut unseren Kollegen sind es diejenigen, die zwischen 1983 und 1995 geboren wurden, 18 Prozent der UK-Bevölkerung. Da bin ich also auch dabei. Was diese Generation auszeichnet, habe ich bereits in einem vorherigen Blogpost dargestellt.

Der ideale Chef

Der perfekte Vorgesetzte für Generation Y

Laut der Studie Gen Y and the world of work wünschen sich 51 Prozent der Millennials einen Mentor bzw. einen Coach als Vorgesetzten. Die traditionelle Führung wird nicht gut angenommen, in der einfach Arbeit diktiert und verteilt wird. Sie möchten unterstützt und motiviert werden. Der perfekte Chef ist zudem fair und ein Experte in dem jeweiligen Geschäftsfeld, sodass man Wissen erweitern kann. 40 Prozent der Generation Y will einen Führer, aber keinen Diktator als Führungskraft. Es wird für die Unternehmen eine Herausforderung sein, diesen Bedürfnissen gerecht zu werden bzw. ihre Führungskräfte entsprechend zu schulen. Es wird aber auch eine Herausforderung für die Generation Y sein, mit Führungskräften zurechtzukommen und sich auch mit denen zu arrangieren, die nicht ihren Wunschvorstellungen entsprechen. Denn die Realität sieht oft so aus, dass eingefahrene Verhaltensmuster – auch in der Führung – nicht so einfach abgelegt werden können. Stichwort: „So haben wir es immer schon gemacht.“ Change Management ist nie einfach.

Die perfekte Karriere für die Millennials

BerufswünscheUnd was erwarten die Millennials von ihrer Karriere? 60 Prozent sind vor allem eine interessante Arbeit und spannende Aufgaben am wichtigsten – das kann ich selbst nur bestätigen –, gefolgt von der Jobsicherheit mit 47 Prozent. Dies ist interessant. Ist der Wunsch nach Beständigkeit der Gegenpol zum dynamischen Umfeld, dem wir ausgesetzt sind? Geld ist nicht alles, dennoch ist für 40 Prozent auch das Gehalt von Bedeutung. Hätte mich auch gewundert, wenn das gar kein Thema gewesen wäre. Der Wissens- und Lerndurst spiegelt sich auch in dieser Studie wider: 38 Prozent sehen es in ihrem Beruf als wichtig an, ihre Kenntnisse und ihre Expertise zu steigern bzw. sich Neues anzueignen. Hier stellt sich wie schon zuvor natürlich die Frage, inwiefern das in der Realität abbildbar ist. Es gibt auch weniger spannende Aufgaben, die gemacht werden müssen und die nicht als Jobbereicherung gesehen werden. Das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Alles muss sich immer die Waage halten.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Millennials aus UK also nicht von denen aus Deutschland. Und weil die Generation Y so „social“ ist, hier noch ein schönes YouTube-Video, dass alle wichtigen Ergebnisse der Studie grafisch darstellt.

Christina Wolf
Über Christina Wolf
Social Media / Presse

3 Kommentare

  1. Pingback: GenY führen? Chefs in der Bredouille | Wollmilchsau

  2. Felix Kröncke

    Hallo Frau Wolf,

    netterweise hat mich ein Kollege zu Ihrem Blog geführt. Gefällt mir sehr gut. Ich arbeite für Haworth und wir richten mit unseren Möbeln hoffentlich motivierende Arbeitswelten ein. Unsere Schnittstelle liegt in der Suche nach der Zukunft der Arbeit und unser gemeisames Interesse an den damit zusammenhängenden Themen.
    Wenn sie Lust haben möchte ich Sie gerne zu einem kleinen Event in Berlin einladen. Am 07.11. versuchen wir mit unseren Kunden und Zielkunden über ein Theaterstück zur Gen Y in eine Diskussion zu diesem Thema zu kommen.
    Hier finden sie einige eindrücke von eine vorherigen Veranstaltung http://www.haworth.de/de/Ueber-Haworth/News/2013/Buehne-frei-fuer-Generation-Y

    Vielleicht interessant?

    Herzliche Grüße
    Felix Kröncke

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.