Bewegung und Balance – Erfolgsfaktoren auf dem Weg zur Arbeit 4.0

22, März, 2016 Gastautor 0 Kommentare
© Weissblick - Fotolia.com
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Immer schneller, immer mehr, immer flexibler – unsere Arbeitswelt ist gekennzeichnet von der Herausforderung, in beschleunigten, komplexer werdenden Märkten die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig zeichnet sich ab, dass Menschen nicht dauerhaft „auf der Überholspur“ sein können, wenn sie sich über ein Erwerbsleben von vierzig bis fünfundvierzig Jahren hinweg ihre Motivation, ihre Kompetenzen und vor allem ihre Gesundheit erhalten wollen.

Spannungsfeld zwischen Wandel und Routine

Das Spannungsfeld, das sich daraus ergibt besteht somit darin, einerseits in Bewegung zu bleiben, um Schritt zu halten mit den vielfältigen Trends und Entwicklungen, dabei jedoch andererseits auch nicht die Balance zu verlieren. Dies stellt eine der größten Herausforderungen unserer Zeit dar. Universallösungen hierfür gibt es nicht und erscheinen auch nicht sinnvoll. Vielmehr liegt der Schlüssel in einer ganzheitlichen und individualisierten Herangehensweise.

Beschäftigungsfähigkeit als Flexibilität

Diese wird vor allem im Zusammenhang mit der Thematik der Beschäftigungsfähigkeit diskutiert. Denn beschäftigungsfähige Mitarbeitende sind in der Lage, sich flexibel den sich wandelnden Bedingungen in der Arbeitswelt anzupassen und sich selbst und ihre Qualifikation immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, um Kompetenzen bei Bedarf anzupassen.

Das Profil der Beschäftigungsfähigkeit umfasst neben der fachlichen Komponente auch soziale und überfachliche Fähigkeiten sowie eine bestimmte Motivation, Einstellung und Haltung. So bleiben Arbeitnehmer auch über ein verlängertes Erwerbsleben hinweg in Bewegung. Ebenso wichtig ist es allerdings auch, Gesundheit und Wohlbefinden als einen wesentlichen Bestandteil der Beschäftigungsfähigkeit zu begreifen, den es im Sinne einer ausgewogenen Balance zu schützen und zu fördern gilt.

Arbeiten 4.0 als Handlungsfeld der künftigen Arbeitsgesellschaft

Gerade in der Diskussion um die Voraussetzungen für ein erfolgreiches „Arbeiten 4.0“ fällt auf, dass die Kompetenzen und Handlungsansätze, die sich mit Employability in Verbindung bringen lassen, als essentiell angesehen werden, um adäquat mit den Implikationen der digitalen Transformation umzugehen.

Dabei geht es sowohl um eine hohe Bedeutung von überfachlichen Kompetenzen wie der Fähigkeit zu vernetztem Denken, Problemlösungskompetenz oder Kommunikationsstärke. Zum anderen stehen jedoch auch Selbstmanagementkompetenzen im Fokus, die im Umgang mit der zunehmenden Entgrenzung von Beruf und Privatleben und immer flexibler werdenden Arbeitsformen unerlässlich sind.

Die Pflicht zur Aufrechterhaltung der Beschäftigungsfähigkeit liegt zunächst einmal bei dem oder der Einzelnen, der bzw. die sich vor Augen führen muss, dass dies eine Investition in den eigenen Vermögenswert darstellt und einen „Sicherungsanker“ in einer instabilen Arbeitswelt schafft. Allerdings sind auch Arbeitgeber, die Beschäftigungsfähigkeit fordern, in der Pflicht, diese zu fördern.

Lesen Sie mehr in dem im Sommer 2016 im Springer-Verlag erscheinenden Herausgeberband „Auf dem Weg zur Arbeit 4.0. Innovationen in HR“ von Jutta Rump und Silke Eilers.

Über die Gastautorin Silke Eilers

Silke Eilers ist Diplom-Betriebswirtin (FH) und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) in Ludwigshafen. Ihre Themenschwerpunkte liegen in der Zukunft der Arbeitswelt, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie dem demografischen Wandel.
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Vor ihrem Wechsel zum IBE war Silke Eilers in den Bereichen Personalentwicklung und Personalbetreuung, Hochschulmarketing und Nachwuchskräfteförderung eines internationalen Maschinenbau-Konzerns tätig.

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